Oldenburger STACHEL

Handschellen ja, spucken, treten etc. falsch

Handschellen ja, spucken, treten etc. falsch

Die NWZ und ihre Berichterstattung

Ich kann mir gut vorstellen, daß sich der Lokalredakteur der NWZ gefreut hat, als er die Verlautbarungen der Pressestelle der Polizei über die Festnahme von Reinhold Kühnrich las. Bislang war es ja der NWZ eine "klammheimliche Freude", Negativschlagzeilen über R.H. Kühnrich zu veröffentlichen. So erinnere ich mich an die eine Ratssitzung, wo sie den "Zwischenruf" von R.H. Kühnrich "Kommißkopf" fett und breit veröffentlichte, während sie sämtliche Anträge, Anfragen, ja sogar Olli-Sitzungen nicht veröffentlichte. Diese Art der Polizeiberichterstattung kam dieser "unseligen" (lt. Aussagen einiger Journalisten) Zeitung wieder einmal gelegen.

Zum Tathergang: Nachdem wir ab 7.00 Uhr versucht hatten, telefonisch mit den "Wagemutigen" Kontakt aufzunehmen, nahmen wir an, daß diese geräumt wurden. Wir sind daraufhin mit unserem Wagen Richtung "Sieben Bösen" gefahren. Wie erwartet, war die Strecke großräumig abgesperrt, wir trafen auf eine Straßensperre. Wir wurden abgehalten, stiegen aus und wollten zu Fuß Richtung "Sieben Bösen". Die Polizei hinderte uns mit den Worten "Sie dürfen hier nicht lang, steigen Sie in Ihren Wagen und hauen hier ab". Wir fragten natürlich, weshalb man uns den Zugang versperrte, worauf die Polizei beinahe ausrastete. Es ergab sich ein ständiger Wortwechsel mit tätlichen Angriffen seitens der Polizei gegenüber R.H. Kühnrich. Wir packten unsere Kamera aus dem Wagen, um die Szene zu filmen, worauf man uns die Kamera wegnehmen wollte. Daraufhin sagte R.H. Kühnrich, daß wir den Film "Buten und Binnen" zur Verfügung stellen wollen, worauf der Beamte total ausrastete, herumschrie, "jetzt sagt der auch noch, er filmt für Buten und Binnen". Wir ließen daraufhin die Kamera rasch im Wagen verschwinden. Dann wollte man den Wagen abschleppen. Ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung sprach R.H. Kühnrich mit Namen an, die Polizei erkundigte sich mit keinem Wort bei ihm, wer er sei, so daß sich wohl erübrigen konnte, daß er sich vorstellte. Er wurde mit seinem Namen angeredet, man forderte ihn auch nicht auf, sich auszuweisen, sondern machte sich ein Vergnügen daraus, ihn festzuhalten, ihn an den Haaren zu ziehen, ihm den Kopf gegen den Wagen zu schlagen. Dann setzte man ihn ins Fahrzeug, um ihn abzutransportieren.

Das angebliche Spucken geschah auf die Erde mit dem Vorwurf an die Beamten: "Pfui Teufel, was habt Ihr für ein Rechtsverständnis!"

Ich fuhr nach Hause, da man es nicht für nötig ansah, mir mitzuteilen, wo man ihn hinbrachte. Ich telefonierte dann mit dem 1. Revier, wo man mich an das 2. Revier verwies. Bei meinem Anruf dort gab man mir sofort bereitwillig Auskunft, daß ich die Ausweispapiere, die R.H. Kühnrich im Wagen hatte, vorbeibringen könne. Nachdem der Beamte den Ausweis sich angesehen hatte - hoffentlich konnte er lesen -, konnten wir die Wache verlassen.

Isgard Lechleitner


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