Oldenburger STACHEL

Zukunftsmusik?!

Zukunftsmusik?!

Ende Mai beginnt die Oldenburger Woche für Umwelt-Entwicklung-Kultur 1994

Die Ursprünge liegen in den 'We are one'- Projekten 1992 und 1993, dann wurde der Kreis der Organisatoren erweitert und das Ergebnis ist die von Montag, den 30. Mai bis Samstag, den 4.Juni stattfindende Woche 'Zukunftsmusik'. War 'We are one' noch der Versuch, Antirassismus und (Musik-) Kultur zu verbinden, so stellt sich 'Zukunftsmusik' zwar nach wie vor in diese Tradition, gleichzeitig wird das Anliegen aber erweitert und konkret:

Es soll hier bei uns ein breites Bewußtsein geschaffen werden über die zerstörerischen Folgen unserer Konsum- und Wirschaftsweisen, damit unsere Mitverantwortung an der Vernichtung der natürlichen Lebensgrundlagen, aber auch an der Verelendung der Länder des 'Südens' erkannt wird. Schließlich sind machbare Schritte auszuloten auf dem Weg zu einer sozial gerechten und ökologisch vertretbaren Lebensweise für uns, d.h. in den Ländern des 'Nordens'.

Weit über 40 verschieden Initiativen aus Oldenburg und Umgebung tragen das Projekt: das Spektrum reicht dabei von der ALSO bis zum Kulturforum des Yeziden in Oldenburg. Umweltgruppen, Kulturinitiativen sowie Vereine aus dem Bereich 'Dritte Welt'-Arbeit, Menschenrechte und Anti-Rassismus bieten von Dienstag bis Freitag eine Fülle von Veranstaltungen zu umwelt- und entwicklungspo litischen Themen an, es gibt Filmvorführungen , Infostände, Malaktionen (s. Programm im Veranstaltungsteil). Auftaktveranstaltung ist eine Podiumsdiskussi on am 30. Mai in der Kulturetage, wo es um den Zusammenhang von Umwelt-Entwicklung und Kultur sowie den globalen Auswirkungen des westlichen Zivilisationsmodells gehen wird. Gefragt wird nach Veränderungsmöglichkeiten, die hier in Oldenburg umzusetzen wären, aber auch nach den Schwierigkeiten, die damit verbunden sind.

Am Samstag, den 4. Juni findet als Einstiegsfest in einen 'bewußteren' und vielleicht ja sogar veränderten Alltag ein großer Markt mit Festival auf dem Schloßplatz statt. Musik, Informationen, Beratung und Begegnung: zusammen mit dem 'Tag der Umwelt' veranstalten die beteiligten Gruppen ein großes Fest, das ab 10 Uhr beginnt.

Die Woche vom 30.5. bis zum 4.6. bildet zwar den Kern des Projektes 'Zukunftsmusik', bleibt aber nicht darauf beschränkt. Im März/April fand bereits ein Plakatwettbewerb an Oldenburger Schulen statt, in dem es darum ging, das Projektthema graphisch darzustellen. 44 Bilder sind von SchülerInnen entworfen worden, z.Zt sind sie noch in einer beeindruckenden Ausstellung im Villon zu sehen. Ebenfalls noch vor dem 30. Mai beginnt im Rennplatzviertel eine Fassadenmalaktion mit Jugendlichen und dem Kulturzentrum Rennplatz.

'Zukunftsmusik', so steht es im Programmheft unter dem Stichwort 'Ausblick', ist kein 6- Tage-Happening: es kann aber Töne zum Schwingen bringen, damit diese dann laut und lauter werden. Eine Zusammenarbeit der vielen unterschiedlichen Gruppen, wie sie jetzt erstmals stattfindet, ist ein Anfang, aus dem heraus sich vielleicht eine gemeinsame Plattform entwickeln kann, um ökologische, entwicklungspolitische und kulturelle Anliegen und Forderungen mit Nachdruck der Stadt gegenüber zu vertreten.

Wer weitere Informationen zu dem Projekt 'Zukunftsmusik' haben möchte oder sich beteiligen will, kann sich an die Koordinatoren wenden:

Hans Deimann / Verein zur Förderung interkultureller Begegnung e.V., Tel. 8859132

Jörg Grützmann / BINSE, Tel. 85158

Jochen Faber / Rockbüro, Tel. 884016


Diese Veröffentlichung unterliegt dem Impressum des Oldenburger Stachel.