Oldenburger STACHEL Nr. 7/94

Alle Anzeigen auf zwei Seiten?

Alle Anzeigen auf zwei Seiten?

Wir sind noch eine Antwort auf den LeserInnenbrief von C. Friedrich, der in unserer Mai-Ausgabe erschien, schuldig. C. kritisierte, daß durch die Placierung von Werbeanzeigen die Wirkung von Artikeln aufgehoben würde und schlug vor, alle Anzeigen auf zwei Seiten zu sammeln.

LiebeR C.

Wir geben Dir Recht, daß die Wirkungen von Anzeigen und Artikeln einander aufheben können. Dennoch können wir Deinen Vorschlag, "Nur-Werbeseiten" einzurichten aus folgenden Gründen nicht verwirklichen:

Wären alle Anzeigen auf zwei Seiten zusammengefaßt, verlören sie an Werbewirkung, weil die LeserInnen sie überblättern würden und einzelne Anzeigen nicht mehr auffielen (siehe z.B. Stachel 4/89, S.8). Das hätte zur Folge, daß bei uns weniger inseriert würde, was dem Stachel den Garaus brächte - schließlich sind Anzeigen unsere wichtigste Einnahmequelle und Stachelmachen kostet viel Geld.

Es ist richtig, daß wir Anzeigen dort placieren, wo Platz für sie ist und wo sie auffallen, bzw. vom Aussehen hinpassen. Wir halten dies für legitim, da wir unseren AutorInnen nicht vorschreiben wollen, wie viele Zeilen ein Beitrag genau haben muß. Statt gekürzte oder gedehnte Artikel wollen wir Informationen und Gedanken rüberbringen. Diesem Ideal können wir zwar nicht immer gerecht werden, jedoch meistens.

Neben der Lückenfüllerrolle kommt Anzeigen oft auch die Aufgabe des "gestalterischen Elements" zu. Ohne sie müßten wir so manche Linie ziehen. Ein Spruch besagt, "ein gutes Layout kommt ohne Linien aus". Auch möchten wir "Bleiwüsten" verhindern und dann sind Anzeigen recht gut geeignet.

Wir sind zwar bereit, darauf zu achten, daß sich Artikel und Anzeige nicht zu sehr beißen, versprechen können wir jedoch leider nichts, weil unsere Arbeit dazu zu stressig ist, und hoffen daher auf Verständnis.

muh für die Red.


Diese Veröffentlichung unterliegt dem Impressum des Oldenburger Stachel.