Oldenburger STACHEL Nr. 7/94

Atommüll nach Gorleben?

Atommüll nach Gorleben?

Im sogenannten "Zwischenlager" in Gorleben soll ab dem 11. 7. 94 der erste "Castor"-Behälter mit hochradioaktivem Atommüll aus dem AKW Phillipsburg eingelagert werden.

Die Bürgerinitiativen um Gorleben wollen ab Samstag, dem 9. 6. 94, massenhaft gewaltlosen Widerstand leisten, und werden dabei bundesweit unterstützt. Auch OldenburgerInnen "stellen sich quer" und werden vor Ort sein.

Demonstration vor

Preu en Elektra

Um den politischen Preis für die Inbetriebnahme des "Zwischenlagers" Gorleben so hoch wie möglich zu treiben, gab es im Vorfeld des Atomtransportes zahlreiche Aktionen. So auch eine Demonstration vor dem oldenburger Verwaltungsgebäude der Preußen Elektra. Die ca. 100 TeilnehmerInnen wiesen mit mitgebrachten Atommüllfässern""Um den politischen Preis für die Inbetriebnahme des "Zwischenlagers" Gorleben so hoch wie m"glich zu treiben, gab es im Vorfeld des Atomtransportes zahlreiche Aktionen. So auch eine Demonstration vor dem oldenburger Verwaltungsgeb,ude der Preu en Elektra. Die ca. 100 TeilnehmerInnen wiesen mit mitgebrachten Atommüllf,ssern, Strahlenschutzanzügen, Papp-AKWs und Transparenten darauf hin, daß Preußen Elektra (u. a. Betreiberin der Akws Brunsbüttel, Stade, Esenshamm und Krümmel) Norddeutschlands größte Atommüll-Produzentin ist und trotz der Tatsache, daß es weltweit kein einziges Atommüll-Endlager gibt, weiterhin auf Atomenergie setzt. Es dürfte auch weiterhin unmöglich sein, eine Methode der sicheren Lagerung über mehr als 100000 Jahre zu finden (Die Altsteinzeit liegt gerade mal 10000 Jahre zurück.).

Blockade

des "Zwischenlagers" in Gorleben

Seit 1988 erklären über 700 Menschen im Wendland öffentlich ihre Bereitschaft, einem möglichen Transport unter dem Motto "Wir stellen uns quer" nicht tatenlos zuzusehen. Parallel dazu wurde überregional zum Widerstand aufgerufen. Es soll mit Phantasie, mit Mitteln des zivilen Ungehorsams und der Außerkraftsetzung "normaler" Verhältnisse auf den direkten Zufahrtswegen zu den Atomanlagen der Widerstand ausgedrückt werden. Ziel ist es, den Transport zu verhindern, oder, wenn dies nicht möglich ist, ihn so gut wie möglich zu behindern, damit es keinen zweiten Transport gibt, und eine möglichst große öffentlichkeit erreicht werden kann.""Seit 1988 erkl,ren über 700 Menschen im Wendland "ffentlich ihre Bereitschaft, einem m"glichen Transport unter dem Motto "Wir stellen uns quer" nicht tatenlos zuzusehen. Parallel dazu wurde überregional zum Widerstand aufgerufen. Es soll mit Phantasie, mit Mitteln des zivilen Ungehorsams und der Au erkraftsetzung "normaler" Verh,ltnisse auf den direkten Zufahrtswegen zu den Atomanlagen der Widerstand ausgedrückt werden. Ziel ist es, den Transport zu verhindern, oder, wenn dies nicht m"glich ist, ihn so gut wie m"glich zu behindern, damit es keinen zweiten Transport gibt, und eine m"glichst gro e "ffentlichkeit erreicht werden kann.

Auch ca. 40 OldenburgerInnen fahren nach Gorleben, um an den geplanten Aktionen und Blockaden gegen die Atommülleinlagerung teilzunehmen. (Die gesamte oldenburger Bereitschaftspolizei wird auch in Gorleben sein, um den Transport durchzusetzen.)

Aktionen in Oldenburg

Es hat sich eine Gruppe gebildet, die parallel dazu Öffentlichkeitsarbeit und Aktionen in Oldenburg macht.

Kontakt für Aktionen in Oldenburg: Gerold Korbus, Tel.: 0441/384755


Diese Veröffentlichung unterliegt dem Impressum des Oldenburger Stachel.