Oldenburger STACHEL Nr. 1/95

Kurzberichtet


Amalgam

soll nach der Meinung des Bundesgesungheitsam tes für Frauen im gebärfähigen Alter - insbesondere für bereits schwangere Frauen - nicht mehr eingesetzt werden. Wer mag da den Unbedenklichkeitsbeteuerungen noch Glauben schenken.

Treffen der Amalgam-Selbsthilfegruppe am letzten Donnerstag im Monat um 18h in den Räumen der Bekos, Lindenstraße 12a, Tel.: 884848


Wesermarsch

Einladung zur AKW-Jahresarbeitsplanung 1995 des AK Wesermarsch am Freitag, 3.2. um 20h in Brake, Hammelwarder Außendeich 8 (auf B 211 1 Haus vor Abzweigung B 211/Sandfeld)

Außerdem Planung von Atomgesetznovellierung- Gegenaktivitäten und Aktuelles zur Windenergieansiedlung


Vorbereitungskurs auf die Z-Prüfung

Am 1.2. beginnt bei der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben der Abendkurs zur Vorbereitung auf die Z-Prüfung. Die Z-Prüfung ist eine fachbezogene Hochschulzugangsberecht igung. Mit ihr kann also ohne Abitur studiert werden. Zulassungsvoraussetzungen zu Z- Prüfung sind nicht bestimmte Schulabschlüsse, sondern die Berufstätigkeit, dazu zählt auch die Haushaltsführung mit z.B. einem Kind.

Der Vorbereitungskurs auf die Z-Prüfung dauert ein Jahr, geprüft werden die Fächer Englisch, Deutsch/Sozialkunde, Mathematik oder Biologie und das gewählte Studienfach. Die Z-Prüfung bietet auch ausländischen Studieninteressierten, deren Abitur hier nicht anerkannt wird, eine Möglichkeit, doch noch eine Studienberechtigung zu erlangen.

Informationsmaterial kann angefordert werden unter Tel.: 0441/92490-0


Z-Prüfung-Studie erschienen

Nach dieser Studie ist die Z-Prüfung immer noch eine Möglichkeit für bildungspolitisch benachteiligte Gruppierungen, auch ohne Abitur die Studienzulassung zu erlangen. Die vorherige Berufstätigkeit hat sich bei der weitaus größten Zahl der Befragten positiv auf die subjektiven Studienbedingungen ausgewirkt. Gerade für Frauen bietet die Z- Prüfung eine Möglichkeit, eine - nicht immer ganz freiwillig getroffene - Schul- oder Ausbildungsentscheidung zu einem späteren Zeitpunkt zu korrigieren: Zwei Drittel der AbsolventInnen der Z-Prüfung sind Absolventinnen.


Jugendverbände unter einem Dach

Die Jugendverbände sind am 7.1. in das neue Haus der Jugend in die von-Finckh-Str. 3 eingezogen. Mit dem Haus betreten die Stadt und die Jugendverbände Neuland; noch nie gab es ein solches Haus mit derartigen Einrichtungen wie Cafe, Druckerei, u.a. sowie Selbstverwaltungsmöglichkeiten für die Jugendverbände. Dies bedeutet nicht nur eine große Verantwortung für die Jugendverbände, mit diesem Haus sorgsam umzugehen und es mit Leben zu füllen, sondern auch die Stadt, sich auf Neues einzulassen und mit den Jugendverbänden gemeinsam das Modellprojekt Haus der Jugend weiterzuentwickeln


Öko-Test E-Nummernliste erschienen

Durch die europäische Gemeinschaft kommen zahlreiche neue Zusatzstoffe in die Supermärkte. Darunter sind Substanzen, die in der BRD bislang verboten waren. Der Farbstoff Braun FK beispielsweise, der im Tierversuch Leber und Herz schädigt, oder die gelbe Azofarbe Tartrazin, die häufig Allergien auslöst.

Die neue E-Nummernliste - 32 Seiten in handlicher Postkartengröße - mit den 300 wichtigsten Zusatzstoffen ist erhältlich beim Öko-Test-Leserservice, Postfach 900766, 60447 Frankfurt, gegen eine Mark in Briefmarken plus einen mit einer Mark frankierten Rückumschlag.


Stadt will Freizeit sparen

Die SDJ - Die Falken lehnt die von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen Kürzungen im Etat 95 von 135.000.- auf 100.00.- für Freizeitmaßnahmen der Jugendverbände entschieden ab. Selbst der bisherige Etat reichte in den letzten Jahren bei weitem nicht aus. Wenn jetzt weiter gekürzt wird, werden Oldenburgs Jugendverbände bald vollkommen unfähig sein, weiterhin regelmäßige Jugendfreizeitmaßnahmen anbieten zu können. Die Stadtverwaltung muß sich ernsthaft fragen lassen, was ihr die ehrenamtliche Arbeit vieler Helfer der Jugendverbände eigentlich wert ist, von deren Freizeitangebot nach einer Erhebung der Jugendhilfeplanung 30% der Oldenburger Kinder und Jugendlichen gebrauch machen.


Mahnwachenprozeß

Der erste Prozeß gegen Teilnehmer der Rathausmahnwachen für einen Wagenplatz und gegen die gewaltsame Abräumung der Wagenburg endete mit einer Einstellung. Die zuständige Richterin beim Amtsgericht erklärte, das im Raume stehende Bußgeld von 200.- rechtfertige den noch zu betreibenden Ermittlungsaufwand nicht. Zuvor hatten weder geladene Polizeizeugen noch eine schriftliche Stellungnahme des Ordnungsamtes Klarheit schaffen können. Während die Stadtverwaltung der Einstellung zustimmte, forderte die Stadtverwaltung eine Verurteilung. (Kicher, nein, die Staatsanwaltschaft stellte ein! d.S) Während die Wagenburg mittlerweile wieder - auf einem Parkplatz in Drielake - geduldet wird, werden die Ende April beschlagnahmten Wagen auf Anweisung der Stadtverwaltung immer noch in einer Sicherstellungshalle einbehalten. (und kosten weiterhin mehrere Riesen pro Monat...)


Christopher-Street-Day

Alle lesbischen und schwulen Gruppen, Vereine und Unternehmeungen aus der Region sind eingeladen, sich an der Vorbereitung und Durchführung des CDS Nordwest im Juni 1995 zu beteiligen. Die AusrichterInnen wünschen sich, daß sich das lesbische und schwule Leben in seiner ganzen Bandbreite während des CSD zeigt. Vorbereitungstreffen am 14.2. und 14.3. jeweils um 20h bei NA-UND, Ziegelhofstr. 83, Infos unter Tel.: 77775923


Berichtigung (betrifft Beilage 12.94)

In dem Programmheft der Veranstaltungsreihe "Gegen die Logik der Gewalt" ist uns ein Fehler unterlaufen: Das Programmheft wurde nicht unterstützt durch die Firma Gegendruck, Dragonerstr. Die Angabe im Programmheft beruhte auf einem Mißverständnis und war so nicht abgesprochen. Wir haben darüberhinaus versäumt, deutlich zu machen, daß es sich bei den genannten unterstützenden Firmen um finanzielle Unterstützung handelte, die zunächst nichts über die inhaltlichen Positionen der UnterstützerInnen aussagt, zumal ihnen der Inhalt des Programmheftes noch gar nicht detailliert bekannt war. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.

Graswurzelgruppe OL, Tel.: 777309


Bauwagen auf hoher See

In See stach zu Heiligabend der Piratenbauwagen des "Kommando Keks". Die Maschseefahrt war der Beitrag der Hannoverschen Wagenburgen zur "weihnachtlichen Hilfsaktion für bedrohte Wagenplätze und Hüttendörfer."


Stupa-Wahl: Überraschungen?

Im Studierenden-Parlament der Carl-von-Ossietzky Universität kommt es in der nächsten Legislaturperiode vermutlich zu Veränderungen. Die Gruppe "Wir für Euch" (von einigen auch "Bier ..." genannt - warum eigentlich) kandidiert nicht mehr.

Andererseits gibt es seit diesem Semester die "Grüne Hochschulgruppe" (GHG), bestehend aus einer Gruppe von Menschen, die gerne "frischen Wind" in Stupa und AStA bringen möchten.

Wer als Mitglied der Studierendenschaft keine Überraschung erleben möchte, sollte selbst wählen gehen. Die Wahl findet vom 23. bis 26. Januar statt.


Ostermarsch 1995

Auf dem ersten Vorbereitungstreffen im Januar wurde deutlich, daß Aktivitäten zur Förderung von Frieden wichtiger sind als je zuvor. Da ist nicht allein der Krieg auf dem Balkan und der in Tschetschenien. Derzeit werden weltweit mindestens 41 Kriege geführt. Dazu kommen Unterdrückung bis zur Vernichtung von Menschengruppen, menschenverachtende Behandlung von Menschen in der BRD, ungerechte und ausbeuterische Handelsbeziehungen der Industriestaaten gegenüber den "Entwicklungs-"staaten ... Unter all diesem haben Frauen und Kinder am meisten zu leiden. Weit über 90% aller in Kriegen getöteten Menschen waren Zivilisten!

Als ein - allein sicher nicht ausreichendes - Zeichen, daß dies nicht so hingenommen wird, findet auch 1995 der Ostermarsch statt. (Geplant ist, am Ostersonnabend zu gehen.)

Wer an den nächsten Vorbereitungstreffen zum Ostermarsch in Oldenburg teilnehmen möchte, ist herzlich eingeladen. Die Treffen finden jeweils am 7.2. und 14.2. um 20 Uhr im Gemindehaus in der Wilhelmstraße 27 (Eingang hinten) statt. Weitere Informationen unter Tel. OL 384755 (Q).


Neujahrsworkshop in Bad Zwischenahn

Beim diesjährigen Neujahrsworkshop des Jugendzentrums "Stellwerk" am 6. Januar 1995 in Bad Zwischenahn trat neben den Bands Peacocks in Paradise (Westerstede), Chrunchy Ducks (Westerstede), Charge Transfer (Rastede) und Sturdy Dream (Petersfehn) die neugegründete Band Impact Squad aus Rastede zum ersten Mal auf. Bei ihrem gelungenen Auftritt präsentierten die fünf jungen Musiker ein erst seit November 1994 erarbeitetes Programm. Trotz dieser kurzen Zeit konnten sie durch eine gute musikalische Leistung überzeugen. Das Publikum dankte es der Band mit viel Beifall und "Zugabe"-Rufen. Mit ihrer Musik, die die Musiker selbst als "melodischen Hardcore" bezeichnen, wollen sie sich "gegen Gleichgültigkeit und innere Kälte" wenden. Diese ernste Absicht hinderte jedoch niemanden daran, an diesem Konzert Spaß zu haben, der auch der Band selbst deutlich anzumerken war. Wenn sich die Pläne der Band verwirklichen lassen, dann wollen sie bereits im April mit einer eigenen Platte herauskommen und, wie wohl jede Band, mit möglichst vielen Auftritten auf sich aufmerksam machen.

(Kontaktadresse: Impact Squad, Martin Albrecht, Auf der Raade 15, 26180 Rastede, Tel. 04402/4668)


Richtungsweisend ... unter die Erde

Am 14.1. nahm der Oldenburger Stern eine weitere Hürde. Der Unterbezirksparteitag der SPD beschloß, das Sternprojekt nach den Plänen der Verwaltung zu bauen. Jedoch soll Sorge getragen werden, so UB-Vorsitzender Dietmar Schütz, daß nur Busse und Parkhausgäste durch den Tunnel fahren, um nicht mehr Verkehr durch das Bahnhofsviertel zu schleusen. Wie er das bewerkstelligen will, konnte er nicht beantworten (ganz einfach: Zollstationen aufbauen, wie bei der Reise nach Berlin früher, d. S.)

Auch widersprachen sich die Befürworter selbst, indem sie den ZOB im Norden als zukunftsweisend bis ins Jahr 2050 bezeichnen. Dabei ist der ZOB durch Parkhaus und Straßen so eingekeilt, daß er nicht ausbaufähig wäre, im Süden wäre das anders, da in wenigen Jahren das riesige Güterbahnhofsgelände frei wird (schon für Flugplatz eingeplant, der Schwätzer).

Die Kritik gegen das Tunnelprojekt auf dem Parteitag richtete sich gegen die Finanzierung, die Verkehrsprobleme etc. (wir berichteten mehrfach).

Viele Gebäude seien dort wegen des sumpfigen Bodens auf Stelzen gebaut. Entweder muß das bei den Neubauten berücksichtigt oder später Sanierungen durchgeführt werden. Auf jeden Fall seien hohe Kosten die Folge. Dietmar Schütz tat die Anmerkung mit den Worten ab:"Ich glaube nicht, daß Du die statischen Probleme überblickst. Überlaß das mal den Bauingenieuren."

Trotz aller Kritik und Gegenvorschläge wurde richtungsweisend in den Tunnel, unter die Erde, entschieden. Als nächstes steht die Abstimmung des Haushaltes mit den Grünen und die Debatte im Rat an, bei der wieder einige SPD-Abgeordnete nicht zu ihrer Meinung stehen (dürfen ?).

Vorher, Anfang Februar, soll es noch eine öffentliche Diskussionsrunde zum Stern geben. Der genaue Termin stand bei Redaktionsschluß noch nicht fest, wird aber noch angekündigt.


2. GAU-Versuch im Mai ?

Nach dem GAU-Versuch am 2. Dezember 1993 im südfranzösischen Atomforschungszentrum Cadarache unweit von Marseille, sind erste Untersuchungsergebnisse bekanntgemacht worden. Danach ist z.B. der Kern stärker geschmolzen als Computer vorausberechnet hatten. Für Mai ist der zweite der insgesamt fünf Versuche angesetzt. Gerät der Versuch außer Kontrolle, wären weit über eine Million Menschen betroffen und könnten weite Teile Südfrankreichs und darüber hinaus verseucht werden.


Bundestag setzt PKK ein

Daß die kurdische Arbeiterpartei PKK vom Bundestag in Bonn mit dem Fall Barschel (von Selbstmord kann man wohl kaum sprechen) betraut wird, wollte der Stachel-Reakteur nicht glauben, als er Heiligabend die Zeitung aufschlug. Mußte er auch nicht, wie er bald darauf enttäuscht feststellte. Gemeint war nur eine Parlamentarische KontrollKommission zur Überwachung der Geheimdienste - oder ist das dasselbe ... (die weiteren 10 Seiten Ausschweifungen habe ich an dieser Stelle gekürzt, um die LeserInnen nicht völlig zu verwirren, d. Setzer)


Polizeireform in Frankfurt

Parallel zur Polizeireform hat sich in Frankfurt am Main eine Änderung ergeben. Dort fahren künftig keine Polizisten mehr Streife, sondern statt ihrer "Bullen". Zu einer Massenentlassung ist es unseres Wissen nicht gekommen. Ermöglicht wird dieser Reformschritt durch eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft in Frankfurt, das Wort "Bulle" für Polizisten sei kein Schimpfwort mehr. Sie stellte ein Verfahren gegen einen Radiosprecher ein, der von der Polizei angezeigt worden war. Ein Privatsender meldete im November über einen umgestürzten Rindertransporter auf einer Autobahnd warnend:"Bullen auf der Fahrbahn." Der Sprecher fügte hinzu: "Ist ja klar, wer soll denn sonst den Verkehr regeln!" Die Staatsanwaltschaft erklärte, das Wort werde "umgangssprachlich ohne jede Abwertung" gebraucht. Als Indizien führte sie an, daß Personen, die der Polizei nicht wohlgesonnen sind, sich überhaupt nicht mehr mit "Bulle" begnügten, sondern sie zur Herabwürdigung mit "Saubulle", "Bullensau", "Scheißbulle", "Drecksbulle" oder "Bullenschwein" titulierten. Insofern handle es sich in diesem Fall um ein scherzhaft gemeintes Wortspiel. Aktenzeichen: 50 Js 42605.5/94.


Frauenbildungsprogramm für 1995

Ein neues Frauenbildungsprogramm mit Wochenendseminaren, Kursen und Bildungsurlaub sseminaren für 1995 hat die Bildungsvereinigung "Arbeit und Leben" herausgegeben. Themenschwerpunkte sind Rhetorik, Selbstbehauptung, Wendo, Soziale Absicherung und Probleme am Arbeitsplatz. Neu im Angebot ist ein Bildungsurlaub zum Thema "Das Leben ausländischer Frauen in Deutschland". Da die Bildungsurlaubsseminare im März und April stattfinden, sollten interessierte Frauen sich möglichst bald anmelden, denn der Bildungsurlaub muß dem Arbeitsgeber rechtzeitig angekündigt werden. Das Bildungsprogramm kann angefordert werden bei "Arbeit und Leben", Kaiserstr. 4-6, 26122 Oldenburg, Tel.: 0441/924900.


Neues Zuhause

Das Autonome Mädchenhaus Oldenburg e.V. hat endlich ein passendes Haus gefunden. Das Haus bietet den Frauen und Mädchen alles was sie so zum Leben brauchen.


Stadt will Jugendarbeit kürzen

Die Stadt will die Zuschüsse in der Jugendarbeit von 135.000 DM auf 100.000 DM kürzen. In einer Resolution weisen Stadtjugendring und Sportjugend darauf hin, daß die gepante Kürzung von 20 % "nichts anderes als das Ausbluten" der Arbeit der Jugendverbände bedeuten würde. "Sollte diese Kürzung tatsächlich so durchgeführt werden, werden die Jugendverbände ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen können." 30 % der Oldenburger Kinder und Jugendlichen partizipierten an dieser Arbeit. "Konkret würde diese Kürzung bedeuten, daß bereits mit Ende der Sommermaßnahmen die meisten Verbände keine Wochenendfahrten, keine Herbstmaßnahmen und auch keine Bildungsveranstaltungen mehr durchführen können." "Zur Zeit betreuen in Oldenburg über 600 Ehrenamtliche ... mehr als 9.000 Kinder und Jugendliche. Würde die Stadt diese MitarbeiterInnen mit einem Stundensatz von DM 12,50 DM bezahlen, müßte die Stadt für die aufgewendeten Stunden ca. 1,2 Millionen DM ausgeben. ... wenn dieses Angebot wegfällt, ... dann muß die Stadt gemäß dem Kinder- und Jugendhilfegesetz dieses Angebot ersetzen."

Darum würde sich die Stadt wahrscheinlich nicht scheren. Doch der dann zu erwartenden Zunahme an Gewalt und Verelendung unter den Jugendlichen könnte sie ja mit einer Plakatserie entgegentreten, wie es bereits das Bundesfamilienministerium tat. Das wäre doch billiger...


Bildungsurlaub: Italienisch und Ökologie

Die Akademie für Weiterbildung (26122 Oldenburg, Postfach 11 23, Tel. 0130 - 84 11 48) bietet einwöchige Bildungsurlaubsseminare in Italien für weniger als 1000 DM an. Auf dem Programm stehen Italienischkurse, ein Ökologieseminar, "Streß am Arbeitsplatz" und "Wahrnehmung, Konzentration und Gedächtnis". Für das nächste Seminar ist eine Verlängerung über Ostern und die Mitnahme einer Begleitperson möglich.


Hüttendorf bei Papenburg geräumt

Anfang Januar wurde auf dem Gelände der geplanten Mercedes-Teststrecke bei Papenburg das Hüttendorf "Anatopia" von der Polizei geräumt. Der Verkehrsclub Deutschland kommentierte diesen Polizeieinsatz mit der Erklärung, er sehe darin die Entschlossenhei t von Mercedes, nun mit allen Mitteln seine Entwicklung noch schnellerer und größerer Limousinen voranzubringen. "Die Räumung spiegelt aber auch die niedersächsische Betonpolitik wieder, die, statt mit der dringend notwendigen Wende in der Verkehrspolitik Ernst zu machen, am laufenden Band bemüht ist, die Autoindustrie zu hofieren."


Wesertunnel? Nein danke!

Am Di 14.2. gibts um 20 h im Dorfgemeinschaftshaus Kleinensiel wichtige Argumente zum Thema Wesertunnel/ Planfeststellungsverfahren. Eingeladen sind u.a. Referenten von Naturschutzverbänden, die zu erwartende Nachteile für Region und Anlieger und Auswirkungen von Straßenbau auf die Natur aufzeigen werden. Außerdem gibt es Informationen zur Frage der Finanzierung sowie zum Stand des Verfahrens. Danach sollen Widerstandsmöglichkeiten überlegt werden.

Der Wesertunnel ist Bestandteil der geplanten Küstenautobahn. Deshalb ist der Tunnel überregional bedeutsam. Aus diesem Grund können auch Menschen aus Oldenburg und sonstwoher Einwendungen erheben. Da die bisherigen Planungen sich als nicht durchführbar erwiesen haben, muß ein Teil des Planfeststellungsverfahrens wiederholt werden. Die erneute Auslegung wird in den nächsten Wochen bei der Bezirksregierung Weser-Ems sowie in Rodenkirchen und Lokstedt erwartet. (Bitte auf die öffentlichen Bekanntmachungen achten.) Kontakt: Tel. 0441 / 384755 (Q)


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