Oldenburger STACHEL Ausgabe 5/99     Seite 5
 
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Atari Teenage Riot – 60 Second Wipe Out

(Digital Hardcore)

Zugegeben, es mag vermessen sein, über ein Album schreiben zu wollen, das ich nur zweimal gehört habe, aber häufiger hab ich das einfach nicht ausgehalten. Ich habs versucht, wirklich, Gott ist mein Zeuge, aber diese Platte ist so schlecht, da war nichts zu machen. Die erste Scheibe der Band "1995" konnte ich ja noch ganz gut beim Kloputzen ertragen (echt!), aber dieses, mittlerweile dritte Werk steh ich einfach nicht durch. Man stelle sich vor jemand schreit. Zum Beispiel: "Deutschland has gotta die!". Anschließend gibt’s fünf bis sechs Minuten stumpfstes Beatgeballere, fröhlich aufgelockert von "Turn it up!" oder "Come on!"-Rufen. Danach schreit wieder jemand. Diesmal etwas wie "Destroy 2000 years of culture!".

Und dann? Richtig: fünf bis sechs Minuten Beatgeballere. Laaangweilig! Zu allem Überfluß klingt der Kram dann auch noch, als wären die Mikros ca. 300 Meter von der Band entfernt gewesen, die sich zur Zeit der Aufnahme in einer Keksdose aufhielt. Natürlich ist dieses Album, genau wie Atari Teenage Riot selbst, hochpolitisch. Cyperpunx und so, behaupten sie zumindest und ich fürchte die meinen das sogar ernst. Kaum zu glauben. Aber vielleicht liegt es ja auch an mir und es fehlt mir der richtige Zugang, das offene Ohr für diese Art von Kunst. Mag sein, aber da scheiß ich drauf. Die Platte ist Dreck und ich will sie nie wieder hören. Basta.

(Günther Theilen)

 

 
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