Oldenburger STACHEL Ausgabe 3/00     Seite 13
 
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Buchtip: ... es ist ein schönes Land

Selten genug werden auf dem heutigen Literaturmarkt Bücher mit Lyrik verlegt. Ein besonders gelungenes Exemplar(mit Illustrationen von Andrea Lederer) legt nun der kleine Geest- Verlag vor. Stefan Pinternagel, aus der Brecht-Stadt Augsburg arbeitet mit einer Sprache, die mehr als unter die Haut geht. Sie ist Ausdruck einer ganzen Generation. Kein geringer als der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Jürgen C. Thöming urteilt: "So ein Vorflüsterer seiner Generation, heißes Herz und heiße Eichel, kalter Zunge klares Wort, da ist schon ein gut Ding."

Pinternagel drückt ihn klarer und deutlicher Sprache das Unbehagen an überholten Traditionen (bürgerliche Zweisamkeit) und Tugenden (wahrscheinlich werden alle diese Hirngespinste verstauben) aus. Er ist Teil einer Generation, die ihre Heimat im doppelten Sinne verliert. Kaum noch Anknüpfungspunkte einer Gesellschaft, die durch Konsumorientierung und grenzenlosen Egoismus gekennzeichnet ist. Zum anderen auch ein politischer Verlust an Heimat. So bleibt sein Kommentar zu seinem Deutschland: ".. es ist ein schönes Land, doch in den Herzen der Menschen erhebt sich erneut ein eiskalter Wind."

Vergebens sucht man in diesem Band nach einem überflüssigen Wort, Sprache reduziert sich auf das Notwendige, bleibt jedoch in einer sehr eindrucksvollen Verständlichkeit. Die Grafiken von Andrea Lederer ergänzen passend. Lyrik, die aufhorchen läßt, ein Autor, dessen Karriere sicherlich verfolgt werden muß.

B. Dhünn

Stefan T. Pinternagel. Türen. Eintritte in eine Leben.

Geest-Verlag, 2000. ISBN 3-934852-06-8

(Portofreie Direkt-Auslieferung direkt möglich unter 04435/1745)

 

 
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