Oldenburger STACHEL Ausgabe 3/00     Seite 12
 
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(Fast ein) Leserbrief zu "Harald wurde abgeholt", Stachel 1/2000

Zwei Frauen, die in der Altenpflege tätig sind und behinderte sowie süchtige Menschen betreuen, sprachen mich auf den obengenannten Artikel an. Sie bedauerten sehr, daß sich dieser Fall so ereignet hatte. Sie kritisierten aber, daß nur dieser eine schreckliche Fall geschildert, jedoch kein Bezug auf die Normalität der Betreuung genommen werde. So würden die LeserInnen dazu verleitet, den Einzelfall zu verallgemeinern. Die beschriebene Praxis entspreche jedoch überhaupt nicht dem allgemein üblichen Vorgehen. Falls z.B. ein Betreuer zu Kritik Anlaß gebe, habe das Gesundheitsamt durchaus ein offenes Ohr für Klagen und kümmere sich um eine Verbesserung. Auf diesem Weg hätte vielleicht auch die (Nicht-)Betreuung Haralds verbessert werden können. Die Frauen störte die sehr moralische Darstellung des Falles, die eine Würdigung der oft engagierten Arbeit der BetreuerInnen und PflegerInnen für nicht nötig hielt und suggeriere, daß Amt und Betreuer nur aus Mißachtung oder böser Absicht falsch handelten.

Leider sahen sich die Kritikerinnen nicht in der Lage, einen entsprechenden Leserbrief zu schreiben. Eine von ihnen wies darauf hin, daß die Beschäftigten im Pflegebereich unter einem enormen Druck stünden.

achim/red.

 

 
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