Oldenburger STACHEL Ausgabe 11/01     Seite 4
 
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Endlich wieder Platz für schutzbedürftige Frauen!

Renovierung des Autonomen Frauenhauses beendet

Das Autonome Frauenhaus Oldenburg wurde 1977 von engagierten Frauen des Frauenzentrums gegründet. Anfänglich wurden Frauen und ihre Kinder in privaten Wohnungen aufgenommen. Dies erwies sich schnell als unhaltbarer Zustand, da der Bedarf sehr groß war und die Sicherheit der Frauen nicht gewährleistet werden konnte. Deshalb wurde eine Wohnung angemietet. 1986 konnte der Verein dank einer großzügigen Spende einer Oldenburger Geschäftsfrau ein Haus kaufen. Kurze Zeit später, nach 10 Jahren unbezahlter Frauenarbeit, wurde der Bedarf für das Autonome Frauenhaus durch die Stadt Oldenburg anerkannt. Infolge der Bedarfsanerkennung setzte die Förderung durch die Stadt Oldenburg und das Land Niedersachsen ein. Dennoch ist das Frauenhaus weiterhin auf AB-Maßnahmen, Spenden und Bußgelder angewiesen. Seit 1986 haben ca. 1100 Frauen mit ihren Kindern Schutz, Beratung und Unterstützung in diesem Haus gefunden.

Positive Entwicklung?

Durch die Veröffentlichung von Gewalt gegen Frauen und die Gründung von Frauenhäusern Jahre hat sich das gesellschaftliche Bewusstsein im Hinblick auf Gewalt gegen Frauen geändert. Dies spiegelt sich beispielsweise in der bevorstehenden Verabschiedung des Gewaltschutzgesetzes wider. Trotzdem suchen jährlich ca. 50 000 Frauen in Frauenhäusern Schutz.

Neuanfang - Hilfe ist nötig!

Die Flucht in ein Frauenhaus stellt einen großen Einschnitt für die Frauen und deren Kinder dar. Oft wird nur das Allernötigste mitgenommen - manchmal lediglich in einer Plastiktüte verstaut. Zur Materiellen kommt die psychische Notlage, die durch die gravierenden Veränderungen der Lebensumstände hervorgerufen wird. Der Kontakt zum sozialen Umfeld (zur Schule, zu Freunden, Nachbarn, Sportvereinen etc.) ist oft nicht mehr möglich. Hinzu kommen z.T. jahrelange traumatische Erfahrungen, die oft erstmals im Frauenhaus thematisiert werden können.

Hilfe für Kinder

Ein Teil der Mädchen und Jungen sind selbst direkt von Gewalt betroffen, haben Mißhandlung und/oder Mißbrauch erfahren. Ihnen bietet das Frauenhaus die Möglichkeit, ihre Erfahrungen anzusprechen und - begleitet durch erfahrene Erzieherinnen - zu beginnen, diese zu verarbeiten.

Um eine intensive, altersgerechte Betreuung der Kinder zu verbessern, wurde der umfangreiche Umbau des Autonomen Frauenhauses nötig. Im Kinderbereich werden Mädchen bis 18 und Jungen bis 13 Jahren von zwei Erzieherinnen betreut. Das geschah bisher größtenteils in einem Spielhaus. Dies war im Winter zu kalt und im Sommer zu heiß. Es wurde den Kindern nun ein großer, heller Raum zur Verfügung gestellt, mit separatem Zugang zum Garten und zum Spielhaus.

Neuanfang für die Hilfe

Ab Anfang nächster Woche werden nun wieder Frauen und Kinder, die von Gewalt betroffen sind, in den neuen Räumen des Autonomen Frauenhauses jederzeit und unbürokratisch Aufnahme finden. Das Telefon ist rund um die Uhr besetzt. Telefonnummer: 04 41,4 79 81. Die Mitarbeiterinnen beraten außerdem jederzeit per Telefon oder auch nach Terminabsprache.

Bitte: Hilfe für die Hilfe

Das Frauenhaus ist durch die fehlenden Mieteinnahmen der letzten Monate und den Umbau besonders auf Geldspenden angewiesen. Jede auch noch so kleine Spende kann helfen, die schwierigen Lebensumstände der Frauen und ihrer Kinder zu verbessern. Die Mitarbeiterinnen sind für die geleistete und jede weitere Hilfe dankbar.

Spendenkonto: Förderverein Autonomes Frauenhaus Oldenburg e.V., Konto: 000-407205 Landessparkasse zu Oldenburg, BLZ: 280 50 100

Autonomes Frauenhaus

 

 
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