Oldenburger STACHEL Nr. 240 / Ausgabe 12/02     Seite 7
 
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Inhalt dieser Ausgabe
 

Die Themen:


Informationen für Erwerbslose

Der Rechtsratgeber zum SGB III vom Arbeitslosenprojekt TuWas, Frankfurt, informiert umfassend über Rechte und Pflichten der Arbeitslosen. (Nächste Auflage im April) 592 Seiten, 19. Auflage, Stand 23.3.2002, 11,- E (inkl. Versandkosten). Bezug über: Fachhochschulverlag, Kleiststraße 31, 60318 Frankfurt am Main, Tel. 069,1533-2820, Fax -2840, bestellung at fhverlag punkt de, http://www.fhverlag.de.

Auch bei der ALSO erhältlich. Dort gibt es auch das Buch von Wolf Herzberg von der ALSO: "Ist Erwerbslosen Leiharbeit zumutbar?" sowie die bundesweite Erwerblosenzeitung "quer" - mit den aktuellsten Inforamtionen über die neuen Sauereien.


Herzliche Einladungzum Redaktionswochenende

Oft wird an uns die Frage gestellt, wie die Produktion des Oldenburger STACHEL vor sich geht. Wer genaueres wissen möchte oder vielleicht auch Interesse hat, mal reinzuschnuppern und vielleicht dieses oder jenes auszuprobieren, ist herzlich eingeladen. Am So. 12.1. um 17 Uhr laden wir zu Kaffee, Saft und Kuchen - und wer möchte, darf auch mal ein wenig beim LayOut schnippeln. Nur Mut: Wir beißen nicht.


In eigener Sache

Über 20 Jahre alt ist der Oldenburger STACHEL nun, und noch immer ist bei uns kein Reichtum ausgebrochen. Im Gegenteil - die angespannte Situation der Wirtschaft bekommen auch wir deutlich zu spüren. Zwar sind bei uns die Spenden nicht um 80 Prozent weggebrochen, wie das manche karitative Einrichtung in diesem Jahr erlebte. Doch da die ehrenamtliche Produktion eines Stattmagazins noch nie große Rücklagen zuließ, möchten wir einerseits den treuen SpenderInnen herzlich danken und andererseits ermuntern, für das Projekt STACHEL zu spenden. Wie gerade in den vergangenen Monaten zu lesen war, ist der STACHEL heute wichtiger denn je als Möglichkeit, unzensiert etwas veröffentlichen bzw. lesen zu können. Natürlich hoffen wir auf eine Entwicklung in der Gesellschaft, die so etwas wie den STACHEL überflüssig macht. Aber solange das noch nicht so weit ist, brauchen wir dringend Geld. Dabei helfen auch kleine Spenden: Wer 10 Euro überweist, finanziert damit seine eigene jährliche STACHEL-Ausgabe. Jetzt zu Weihnachten darf es natürlich auch mehr sein. Unsere InserentInnen freuen sich natürlich über Kundschaft aus dem Kreise der LeserInnen.

Bankverbindung: siehe Impressum

Für die Redaktion:

Gerold Korbus


Zensur? - oder:

"gut gemeint"?

Bekanntermaßen werden die elektronischen Kommunikationsstrukturen immer mehr durch unerwünschte "Werbung" (Spam) verstopft. Durch den begründeten Ärger hierüber gehen einige soweit, als "Provider" ganze Adressbereiche abzublocken oder Filtermethoden einzusetzen, die auch erwünschte "Post" nicht zu den EmpfängerInnen durchlassen. Nun darf natürlich jede Privatperson abweisen, was ihr gerade in den Sinn kommt. Doch wer sich als Briefbote betätigt, und nichts anderes ist ein Provider, unterliegt z.B. dem Briefgeheimnis. Bekanntgewordene Inhalte dürfen nicht weitergegeben werden. Auch wenn die Technik einer bestimmten Firma oft für solchen "Spam" mißbraucht wird, sollte dieser Provider nicht einfach gesperrt werden - wodurch Sendungen von bei dieser Firma eingeschriebenen Personen nicht bei der beim Provider XY (der mit dem Filter) abonnierten EmpfängerIn ankommen können. Zum Vergleich: Durch die Post zugestellte Briefe werden zurückgesendet, während andere Briefdienste zustellen dürfen, weil der Hausbesitzer die Zustellung von Briefen an "seine" MieterInnen seitens bestimmter Briefunternehmen ablehnt - aus welchen Gründen auch immer. Die EmpfängerIn erfährt schlimmstenfalls nicht einmal, daß jemand versuchte, sie zu erreichen. Möglicherweise weiß sie nicht einmal, daß solche Filterung erfolgt und nicht alle Post an sie ausgeliefert wird. Ein Hauch von Stasi?


Gelöscht:

email.oldenburg.de

info at oldenburg punkt de schreibt: "Liebe Nutzerinnen und Nutzer von email.oldenburg.de, ...

es wird der E-Mail-Dienst zum Jahresende eingestellt. Bitte beachten Sie, daß E-Mails nur noch bis 31.12.2002 zugestellt werden und informieren Sie Ihre Kontakte entsprechend.

Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht, sehen aber keine Möglichkeit mehr, diesen Dienst aufrecht zu erhalten. Der tägliche Bürgerbrief ist hiervon nicht betroffen und wird auch zukünftig regelmäßig erscheinen.

Mit freundlichen Grüßen,

Stadt Oldenburg, Pressebüro

Ecce Terram GmbH Oldenburg"

Eine Antwort darauf:

"Leider ist diese Entscheidung ohne die betroffenen Personen getroffen worden. Denn alle Personen, mit denen ich bisher persönlichen Kontakt zu diesem Thema hatte, wären bereit, einen gewissen Obulus aufzubringen, um die Adresse erhalten zu können. Da es sich nach Aussage der Pressestelle um einen Betrag von "mehreren hundert Euro" im Monat handelt, um die Kosten für diesen Dienst zu decken, würde es mehr als ausreichend sein, wenn jede abonnierte Person einen Euro im Monat zahlen würde. Damit waere sogar noch die Buchführung zu finanzieren.

Enttäuscht insbesondere über die Weise der Herbeiführung dieser Entscheidung, die jedoch typisch im Lichte des sonstigen Streichungsgebahrens der Stadt Oldenburg erscheint - mit dennoch freundlichen Grüßen"

Vielleicht sollte die Firma Ecce Terram über eine Fortführung des Dienstes in eigener Regie nachdenken.


Cadillac bleibt?

Anläßlich der Unterschriftenübergabe zum Erhalt des Cadillac:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Frau Stadträtin Niggemann, hiermit übergeben wir Ihnen 130 Unterschriftenlisten, mit denen sich die 2734 UnterzeichnerInnen gegen die Schließung des Jugendkulturzentrum Cadillac wenden und zugleich für eine Fortfuehrung der dortigen Angebote "zu einer sinnvollen und kreativen Freizeitgestaltung" aussprechen.

Die meisten dieser Unterschriften wurden in den Sommermonaten dieses Jahres gesammelt, als die Schließungspläne bekannt wurden. Diese Pläne wurden bisher nicht umgesetzt, und sind, wie wir hoffen, gänzlich vom Tisch.

Wir überreichen diese Unterschriften, um zu dokumentieren, daß es dem Willen eines großen Teils der Bevölkerung entsprach, das Cadillac zu erhalten und, trotz der angespannten Haushaltslage, die Fortsetzung der Arbeit u.a. durch die Wiederbesetzung einer Pädagogenstelle zu ermöglichen.

Wir vom Förderverein bedanken uns bei allen UnterzeichnerInnen sowie bei allen, die uns durch Zuspruch und Unterstützungsangebote geholfen haben. Unserer Dank richtet sich auch an die Vertreter der Parteien und die Mitglieder der Stadtverwaltung, die sofort auf die Schließungsgerüchte reagiert haben, und sich unmißverständlich für die Erhaltung des Jugendkulturzentrum Cadillac ausgesprochen und die entsprechenden Beschlüsse gefaßt und mitgetragen haben.


StadtTeilAuto

Die Oldenburger CarSharing Organisation hat vom 21.12. bis einschließlich 5.1. Betriebsurlaub. Danach gelten folgende Öffnungszeiten: Di. + Do. jeweils von 09 - 12.30 h.


8. OL-KABARETT-TAGE:

"Krisen-Fest"

Helmut Schleich: "Das Auge ißt man mit"

Ein glänzender Satirekoch und Schauspieler ist der Münchener und zielt mit seinem Programm direkt auf den Magen. Dabei verwandelt er sich in die irrwitzigsten Typen und bringt uns schöne neue Wörter, wie Bierzelt-Bulimie oder Kettensägen-Diät, bei. Seine Abenteuerreise in das 'Land des Fressens' ist auch für Ohren und Augen ein besonderer Kitzel. Starke Bühnenpräsenz, unaufdringlich-wirkungsvoller Tiefgang, schräge Ideen und eine unglaubliche Kreativität. Eine bayerische Brotzeit der besonderen Art!

Mi. 22.1., 20 h

"Eintritt frei und andere Lügen"...

...verbreitet der Hannoveraner MATTHIAS BRODOWY. Er macht Tempo, ist politisch-polemisch und spielt virtuos Klavier. So liefert er einen eigenen Beitrag zum Europäischen Schlagerfestival und präsentiert eine wieder entdeckte Mozartoper zum Thema 'Schlankheitsfimmel'. Außerdem macht er sich Gedanken darüber, was aus Hitler geworden wäre, wenn der in seiner Wiener Zeit als Maler Erfolg gehabt hätte. Auch die Frage , warum Computerprogramme den Regelfall als 'Ausnahmefehler' bezeichnen, muß noch beantwortet werden. Ausgezeichnet mit dem Bonner 'Prix Pantheon' und dem 'ffn-Comedy-Award 2002' ist der ehemalige Theologiestudent eine feine Bereicherung der Kabarettszene.

Do., 30.1., 20 h

Arnulf Rating: "Knapp daneben"

"Der Trend geht zur Zweitmeinung", behauptet Arnulf Rating, bietet gleich mehrere zur Auswahl an und verteilt dazu kostenlos Tips, wie man sich Talkshow-tauglich verhält. Der Mitbegründer der legendären "3 Tornados" und des "Reichspolterabends" ist ein geborener Komödiant und läßt uns dabei manchmal übersehen, wie boshaft er Politiker, Afghanen, Finanzämter und Alt-68er abkanzelt. Rating ist notorisch politisch, blitzgescheit und urkomisch. Daß er frisch mit dem "Deutschen Kleinkunstpreis 2003" ausgezeichnet wurde, beweist seine Extraklasse.

Di., 4.2., 20 h

Arnim Töpel: "Ausgelacht"

Arnim Töpel ist ein Meister der leisen Töne, der es wie kein Zweiter versteht, Ernsthaftigkeit mit der Leichtigkeit der Satire zu verbinden und seine Zuhörer erzählend am Klavier mit hintergründigen Beobachtungen und wunderbarer Komik in den Bann zu schlagen. Töpel ist ein sanfter Moralist, dessen Umgang mit der Sprache lustvoll und dessen Melancholie nie wehleidig, sondern seltsam vertraute Poesie ist. Über allem schwingt musikalisch perfekt arrangierter Blues, locker aus dem Handgelenk heraus gespielt. "Ausgelacht" ist genau das Richtige für Fernsehmüde, denen Zynismus, Sexismus und Kalauer zum Hals raushängen.

Do., 6.2., 20 h

Ort: Studentenwerksbühne UNIKUM, Uni-Bad-Passage Uhlhornsweg

Eintritt: 14,80 Euro (ermäßigt 10,80 Euro)

Karten: Kultur-Büro (798-2658), Ossietzky-Buchhandlung & Kulturetage, Oldenburg Tourismus Marketing


PolizistInnen kennzeichnen

Wer im Rahmen von Demonstrationen Polizeigewalt kennengelernt oder gar am eigenen Leib zu spüren bekommen hat, weiß, daß es längst überfällig ist: Die einzelnen PolizistInnen müssen zur juristischen Wiedererkennung Kennzeichen tragen (gegen Schilder mit Klarnamen wird mit den Persönlichkeitsrechten der BeamtInnen argumentiert).

Polizeigewalt greift immer stärker um sich. Längst wird nicht nur bei Atomtransporten geknüppelt und gekesselt, sondern bei allen möglichen Gelegenheiten.

Die Berliner Polizei versucht derzeit, die Veröffentlichung eines politischen Plakats, welches eine Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte fordert, zu verhindern.

Das Plakat ist eine gelungene Satire auf Fahndungsplakate - und eine erschreckende Dokumentation Berliner Polizeigewalt.

Eine umfassende Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte ist eine Selbstverständlichkeit. Auch bundesweit ist ein solcher Schritt, der von der SPD-PDS-Landesregierung in Berlin angekündigt wurde und nun schnell umgesetzt werden muß, überfällig.

Wir bitten um möglichst weite Verbreitung dieses Plakates bzw. dieses Bildes. Berichtet in Zeitungen und Zeitschriften darüber und bildet es ab, setzt es auf Internetseiten und verbreitet es in Mail-Verteilern. Solidarisiert euch mit Briefen und eMails an die bedrohten Internetseiten

u.a.:

http://www.antifakok.de/

http://www.antifa.de/

http://www.antifaschistische-aktion.com/modules.php?op=modload&name=News&file=article&sid=57

Es kann eingesehen/geladen werden unter

http://www.laubenburg.de/

http://www.laubenburg.de/021018-corpsgeist-plakat.htm

Bericht:

http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=24691&IDC=5

http://www.nordost.antifa.de/

Auch zensiert:

http://www.linkeseite.de/Texte/antifatexte/1264doku.htm

Deshalb dort dokumentiert:

http://www.ulla-jelpke.de/021018-plakat-kennzeichnungspflicht.htm

Axel Köhler-Schnura Notgemeinschaft der Polizeikessel-Betroffenen Düsseldorf


Aktiv gegen E-Smog

Mobilfunkstation mit vier Schüssen in Balingen lahmgelegt: Daraufhin fiel das Netz in der Region zeitweise aus. Sachschaden: 50.000 Euro.

Rund 200 ÄrztInnen haben sich im "Freiburger Apell" gegen den weiteren Ausbau der Mobilfunknetze und für eine drastische Senkung der Grenzwerte ausgesprochen: Denn nach ihren alltäglichen Beobachtungen nehmen Krebs, Herzinfarkte und Schlaganfälle vor allem bei jungen Leuten stark zu. Außerdem seien chronische Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Ohrgeräusche (Tinnitus) und Lernstörungen bei Kindern immer häufiger zu beobachten. Immer häufiger zeige sich dabei ein zeitlicher und räumlicher Zusammenhang mit Mobilfunkstrahlung (http://elektrosmognews.de/aerzte.doc)

BürgerInnenproteste führten innerhalb weniger Monate in Spanien zur Stillegung von mehr als 2000 Mobilfunkanlagen. Außerdem wurden Genehmigungen für 500 neue Standorte verweigert, obgleich die beantragten Strahlenwerte im Bereich des öffentlich genehmigungsfähigen Rahmens bewegten.

Sharky

 

 
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