Oldenburger STACHEL Nr. 241 / Ausgabe 1/03     Seite 11
 
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Inhalt dieser Ausgabe
 

Die Themen:


Strafgebühr bei Telekom

Wer seine Telefonrechnung bei der Telekom ohne Einzugsermächtigung begleicht, soll nach dem Willen der Telekom künftig eine zusätzliche Gebühr von 1,20 Euro bezahlen. Von dieser Regelung seien 5 Millionen Telekomkunden betroffen. Bis Mitte Februar muß die zuständige Regulierungsbehörde darüber entscheiden. (Quelle: NDRinfo, 11.1.03, 10.47 Uhr mit Bezug auf Welt am Sonntag.)


Flüchtlingen helfen

Der Arbeitskreis Asyl Oldenburg hat in der Vergangenheit mehrfach Menschen ohne Papiere geholfen, den Weg in die Legalität zurückzufinden.

Mit diesem Schreiben wenden wir uns an Sie, weil wir zur Zeit einen konkreten Fall betreuen.

Dies ist meistens ein langwieriges, überwiegend juristisches Verfahren, was aber einfach notwendig ist. Juristische Verfahren kosten Geld und zur Zeit ist in der Kasse des AK Asyl Oldenburg einfach Ebbe. Hilfe sollte sich auf viele Schultern verteilen, sie ist dann für alle keine grosse Last. Und schliesslich ergeben auch eine Reihe von kleineren Beträgen die Summe von ca. 600 Euro, die wir im ersten Drittel des "langen Marsches" benötigen.

Daher unsere Zeilen. Bitte beteiligen Sie sich an den Kosten. Wenn Sie vorher konkretere Auskünfte haben möchten, können Sie uns im Arbeitskreis Asyl dienstags von 20.00 - 21.00 Uhr besuchen. Bitte, haben Sie Verständnis dafür, wenn wir nur bereit sind, im mündlichen Gespräch nähere Auskünfte zu geben.

Wie gesagt, es geht um die Kosten des juristischen Verfahrens. Für den "Rest" (Unterbringung, etc.) ist gesorgt.

Wir danken für Ihre/Eure Hilfe.

Mit freundlichen Grüssen

Arbeitskreis Asyl Oldenburg Donnerschweer Str. 16 26123 Oldenburg Tel/Fax 0441/ 8007219 Kto.Nr. AK Asyl LZO 021-104336, BLZ 280501000


Total tote Dose

Vom Regen in die Traufe: Zum Mitweltschutz wurde das Dosenpfand erfunden. Doch statt weniger Dosen umzusetzen, wird das Ressourcenfraßsystem noch dramatischer: Jetzt auch noch mit Rücknahmeautomaten. Die Automatenindustrie freut sich, der Mitwelt wird die lange Nase gezeigt.


Stecker raus!

Ob die Ursache der Brandzerstörung eines Hauses nun ein Fernseher in Bereitschaft (BildWest) war oder eine Matratze in Brand geraten ist, die in der Nähe eines elektrisch betriebenen Nachtspeicherofens abgelegt worden war (Polizeibericht): Bei einem vernünftigem Umgang mit Strom wäre das nicht passiert. Denn mit Strom sollte nicht geheizt werden und Geräte sollte auch möglichst nicht im Standby-Betrieb laufen. So etwas ist Verschwendung und Ressourcenmißbrauch.


No War on Iraq!

Widerstand gegen die Kriegsvorbereitungen!

Regionales Netzwerk will gegen die Militärtransporte der USA und Großbritannien in Norddeutschland protestieren:

Die US-Regierung hält an ihren Plänen für einen groß angelegten Angriffskrieg mit oder ohne UNO-Resolution gegen den Irak fest. Die Bundesregierung hat versprochen, sich nicht an diesem Krieg zu beteiligen. Die aktuellen Erklärungen und Handlungen lassen hingegen erhebliche Zweifel daran aufkommen. Ein Krieg zeichnet sich immer deutlicher ab und schon jetzt hat der Transport von Kriegsmaterial über Deutschland begonnen. Während und im Vorfeld eines Irak-Krieges wird Deutschland eine der wichtigesten logistischen Drehscheiben für Bomben, Panzer, Muniton der US-Streitkräfte sein. Jegliche Unterstützung eines solchen Angriffskriegs verstößt gegen deutsches und internationales Recht. Als regionales Netzwerk aus Friedensinitiativen wollen wir in den nächsten Wochen den Protest direkt zu den Umschlagplätzen der US- und britischen Streitkräfte in Norddeutschland tragen. Bremerhaven, Nordenham und Nordhorn gelten hierbei als mögliche Orte. Wir wollen so den politischen Druck gegen diesen verbrecherischen Krieg erhöhen. Neben der unmittelbaren Teilnahme an den Protesten rufen wir zur Mitarbeit bei der Mobilisierung und Umsetzung auf. Jeder Beitrag hilft. Weitere Infos und Hinweise zu den Vorbereitungstreffen: Inforamtionen ueber Tel./Fax 0441,5947688, Nds-HB at dfg-vk punkt de, http://www.friedennordwest.de


Job-Center?

Jetzt auch in Oldenburg. Doch kann es nützen? Welche "Jobs" können vermittelt werden, wenn die doch immer weniger werden? Umverteilung könnte helfen - bei Löhnen, von denen die Menschen dann auch leben können.


OldenburgerInnen für Frieden

Als Auftakt für weitere Aktivitäten sieht das Bündnis für Frieden die für Freitag, 24.1. um 16 Uhr geplante Demonstration gegen die derzeit vorbereiteten Kriege. Los geht es an der Lambertikirche. Wer sich engagieren möchte: Das Bündnis trifft sich jeweils um 20 Uhr in der Peterstr. 27 im Gemeindehaus. Weitere Inforamtionen über Tel. 0441,3800597, 04407,424 oder 0441,5947688 sowie E-Mail oldenburg(at)dfg-vk.de und http://www.stachel.de/Extra/BuendnisFuerFrieden/index.html


Irak vor dem Krieg? Eindrücke aus Bagdad

Vier Tage lang haben sich sechs Mitglieder des Internationalen Versöhnungsbundes, darunter Angelika Schneider aus Lilienthal, ein Bild von den Lebensverhältnissen der Menschen im Irak gemacht. Sie besuchten verschiedene christliche Gemeinden, trafen VertreterInnen einer muslimischen und der jüdischen Gemeinde und führten Gespräche mit MitarbeiterInnen von humanitären Organisationen". "Was wir sahen und hörten in der kurzen Zeit, spottet jeder Beschreibung", stellten die TeilnehmerInnen fest. Auf Grund der seit über 12 Jahren andauernden Sanktionen sind die Menschen an einem Punkt angelangt, an dem sie nicht mehr können. Die Menschen haben gerade genug um nicht zu verhungern. Aber jedes zusätzliche Ereignis wie Krankheit oder Verlust der Arbeit stürzt sie in tiefste Not. Die Sanktionen treffen die einfache Bevölkerung. Das haben die Delegationsmitglieder mit eigenen Augen gesehen. Güter mit eindeutig zivilem Zweck fallen unter das Embargo. Die Reise in den Irak war ein Beitrag, sich den Sanktionen gegen die Bevölkerung zu widersetzen und dem drohenden Krieg entgegen zu treten.

Freitag, 24. Januar 2003, 20 Uhr, Lambertikirche


Zur Friedensdemonstration am 15.2. in Berlin

fährt in Zusammenarbeit mit dem Bremer Friedensforum ein Bus aus Oldenburg. Die Abfahrt um 6.30 Uhr am Oldenburger Busbahnhof. Für Oldenburg ist die Anmeldung bei Tel. 0441,5947688 bzw. E-Mail: Nds-HB at dfg-vk punkt de) Der Preis steht noch nicht fest, dürfte aber nicht so teuer werden.


Friedensaktivitäten in Bremen

Das Bremer Friedensforum tagt jeden ersten Donnerstag im Monat um 18.30 Uhr in der Villa Ichon, Goetheplatz 4 (neben dem Theater am Goetheplatz).

Die nächsten Veranstaltungen:

Protest beim Neujahrsempfang der Bundeswehr

Den Gästen des Empfangs wollen Mitarbeiter des Forums ihre Ablehnung des drohenden Krieges gegen den Irak und jeglicher deutschen Beteiligung verdeutlichen. Das Friedensforum hofft darauf, daß Deutschland im Weltsicherheitsrat die Zustimmung zum Krieg verweigert. Mit der Mahnwache kritisiert das Bremer Friedensforum auch die jetzigen Auslandseinsätze der Bundeswehr und fordert die Einstellung von Rüstungsproduktion und - export. Zahlreiche Betriebe, in Bremen zum Beispiel die Firmen OHB, die Lürssen-Werft, STN-Atlas-Elektronik und EADS, leben teilweise von der Waffenherstellung. Diese Betriebe müssten auf die Produktion ziviler Güter umgestellt werden.

Mittwoch, 15. Januar, 10.30 bis 11.15 Uhr, Bremer Rathaus (Domseite)

Donnerstag, 16. Januar, 18 bis 20 Uhr in der Immanuel-Gemeinde Protest gegen Irak-Krieg die Vorbereitungen für einen Krieg gegen den Irak sind in vollem Gange. Die USA und ihre Verbündeten sind allem Anschein nach fest entschlossen, ihre Interessen erneut mit Waffengewalt durchzusetzen. Die Schätzungen der Internationalen Ärzte-Organisation IPPNW für die Zahl der Opfer eines solchen Krieges gehen, je nach angenommenem Konfliktszenario, von einigen Zehntausenden bis zu vier Millionen Kriegsopfern. Wir möchten nicht, daß ein neuer Krieg gegen Irak etwa auch in unserem Namen durch die Regierung unseres Landes unterstützt wird. Deshalb laden wir Sie/Euch zu einem Treffen am Donnerstag, 16. Januar, von 18 bis 20 Uhr in der Immanuel-Gemeinde, Elisabethstr. 17/18, ein. Wir werden überlegen und konkret verabreden, wie wir unseren Protest gegen diesen Krieg öffentlich machen wollen.

"Wir weigern uns, Feindinnen zu sein" Die Israelin Gila Svirsky und die Palästinenserin Sumaya Farhat-Naser (Träger des 8. Bremer Solidaritätspreises) im Gespräch zu Frieden und Demokratie im Nahen Osten Veranstalter: Forum Demokratie und Politische Kultur in Kooperation mit dem Nord-Süd-Forum

Donnerstag, 23. Januar 2003, BIZ, Übersee-Museum, Bahnhofsplatz 13

Stalingrad vor 60 Jahren Diskussionsveranstaltung mit Prof. Kurt Pätzold (Historiker), Berlin, und Bremer Zeitzeugen

Montag, 3. Februar 2003, Ev. Zionsgemeinde, Kornstr. 31


Allerorten strahlts - unds UrheberInnenrecht?

Blaue Zähne - Bluetooth - Mäuse, Katzen, Tatzaturen, Thermometer, Kopfhörer, Satelliten, Telefone, Fernseher, Computer ...

Von ElektroSmog soll hier nicht die Rede sein, obgleich das wohl nicht so gesund sein soll, was da rings um uns strahlt - und das wird immer mehr. Billigangebote im Supermarkt - die bringen dann auch gleich noch die entsprechenden chemischen Mischungen dazu - machen es möglich.

Aber was ist eigentlich mit dem Urheberrecht, wenn jemand mit einem Funkübertragungs-Set die sicherlich berechtigt erworbenen Fernsehsignale aus dem Kabelnetz an alle NachbarInnen weiterleitet? Denn wer die Verlegung vom Kabelanschluß in den Partykeller scheut und statt dessen funkt, versorgt ja im Umkreis von 100 m gleich alle NachbarInnen mit - gewollt oder auch nicht.

Die Firma Medion jedenfalls hat derzeit ihr "Qualitätsmanagment" mit der Prüfung dieser Frage beauftragt. Auch die GEMA macht sich Gedanken. Zu recht - denn üblicherweise werden Senderechte nicht einfach so vergeben. Das "Argument", es würde ja nur an kodierte Geräte gesendet, ist jedenfalls nicht stichhaltig, wie die Diskussionen um Bluetooth zeigen. Allenfalls bei verschlüsselter Übertragung kann von einem Schutz der UrheberInnenrechte gesprochen werden. Siehe auch den Beitrag zur UrheberInnenrechtsvergütung in diesem Heft.


Herzliche Einladung zum Redaktionswochenende

Oft wird an uns die Frage gestellt, wie die Produktion des Oldenburger STACHEL vor sich geht. Wer genaueres wissen möchte oder vielleicht auch Interesse hat, mal reinzuschnuppern und vielleicht dieses oder jenes auszuprobieren, ist herzlich eingeladen. Am So. 9.2. um 16 Uhr laden wir zu Kaffee, Saft und Kuchen - und wer möchte, darf auch mal ein wenig beim LayOut schnippeln. Nur Mut: Wir beißen nicht.


In eigener Sache

Über 20 Jahre alt ist der Oldenburger STACHEL nun, und noch immer ist bei uns kein Reichtum ausgebrochen. Im Gegenteil - die angespannte Situation der Wirtschaft bekommen auch wir deutlich zu spüren. Zwar sind bei uns die Spenden nicht um 80 Prozent weggebrochen, wie das manche karitative Einrichtung in diesem Jahr erlebte. Doch da die ehrenamtliche Produktion eines Stattmagazins noch nie große Rücklagen zuließ, möchten wir einerseits den treuen SpenderInnen herzlich danken und andererseits ermuntern, für das Projekt STACHEL zu spenden. Wie gerade in den vergangenen Monaten zu lesen war, ist der STACHEL heute wichtiger denn je als Möglichkeit, unzensiert etwas veröffentlichen bzw. lesen zu können. Natürlich hoffen wir auf eine Entwicklung in der Gesellschaft, die so etwas wie den STACHEL überflüssig macht. Aber solange das noch nicht so weit ist, brauchen wir dringend Geld. Dabei helfen auch kleine Spenden: Wer 10 Euro überweist, finanziert damit seine eigene jährliche STACHEL-Ausgabe. Jetzt zu Weihnachten darf es natürlich auch mehr sein. Unsere InserentInnen freuen sich natürlich über Kundschaft aus dem Kreise der LeserInnen.

Bankverbindung: siehe Impressum

Für die Redaktion:

Gerold Korbus


8. OL-KABARETT-TAGE: "Krisen-Fest"

Helmut Schleich: "Das Auge ißt man mit"

Ein glänzender Satirekoch und Schauspieler ist der Münchener und zielt mit seinem Programm direkt auf den Magen. Dabei verwandelt er sich in die irrwitzigsten Typen und bringt uns schöne neue Wörter, wie Bierzelt-Bulimie oder Kettensägen-Diät, bei. Seine Abenteuerreise in das 'Land des Fressens' ist auch für Ohren und Augen ein besonderer Kitzel. Starke Bühnenpräsenz, unaufdringlich-wirkungsvoller Tiefgang, schräge Ideen und eine unglaubliche Kreativität. Eine bayerische Brotzeit der besonderen Art!

Mi. 22.1., 20 h

"Eintritt frei und andere Lügen"...

...verbreitet der Hannoveraner MATTHIAS BRODOWY. Er macht Tempo, ist politisch-polemisch und spielt virtuos Klavier. So liefert er einen eigenen Beitrag zum Europäischen Schlagerfestival und präsentiert eine wieder entdeckte Mozartoper zum Thema 'Schlankheitsfimmel'. Außerdem macht er sich Gedanken darüber, was aus Hitler geworden wäre, wenn der in seiner Wiener Zeit als Maler Erfolg gehabt hätte. Auch die Frage , warum Computerprogramme den Regelfall als 'Ausnahmefehler' bezeichnen, muß noch beantwortet werden. Ausgezeichnet mit dem Bonner 'Prix Pantheon' und dem 'ffn-Comedy-Award 2002' ist der ehemalige Theologiestudent eine feine Bereicherung der Kabarettszene.

Do., 30.1., 20 h

Arnulf Rating: "Knapp daneben"

"Der Trend geht zur Zweitmeinung", behauptet Arnulf Rating, bietet gleich mehrere zur Auswahl an und verteilt dazu kostenlos Tips, wie man sich Talkshow-tauglich verhält. Der Mitbegründer der legendären "3 Tornados" und des "Reichspolterabends" ist ein geborener Komödiant und läßt uns dabei manchmal übersehen, wie boshaft er Politiker, Afghanen, Finanzämter und Alt-68er abkanzelt. Rating ist notorisch politisch, blitzgescheit und urkomisch. Daß er frisch mit dem "Deutschen Kleinkunstpreis 2003" ausgezeichnet wurde, beweist seine Extraklasse.

Di., 4.2., 20 h

Arnim Töpel: "Ausgelacht"

Arnim Töpel ist ein Meister der leisen Töne, der es wie kein Zweiter versteht, Ernsthaftigkeit mit der Leichtigkeit der Satire zu verbinden und seine Zuhörer erzählend am Klavier mit hintergründigen Beobachtungen und wunderbarer Komik in den Bann zu schlagen. Töpel ist ein sanfter Moralist, dessen Umgang mit der Sprache lustvoll und dessen Melancholie nie wehleidig, sondern seltsam vertraute Poesie ist. Über allem schwingt musikalisch perfekt arrangierter Blues, locker aus dem Handgelenk heraus gespielt. "Ausgelacht" ist genau das Richtige für Fernsehmüde, denen Zynismus, Sexismus und Kalauer zum Hals raushängen.

Do., 6.2., 20 h

Ort: Studentenwerksbühne UNIKUM, Uni-Bad-Passage Uhlhornsweg

Eintritt: 14,80 Euro (ermäßigt 10,80 Euro)

Karten: Kultur-Büro (798-2658), Ossietzky-Buchhandlung & Kulturetage, Oldenburg Tourismus Marketing

 

 
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