Oldenburger STACHEL Nr. 246 / Ausgabe 11/04     Seite 2
 
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Godot kommt immer noch

Der STACHEL ist jetzt da

Eine neue Ausgabe des Oldenburger STACHEL liegt vor - lange hat es gedauert. Das bedeutet keine Sicherung des Projektes. Die allgemeine Situation geht auch am STACHEL nicht spurlos vorbei. Deshalb danken wir besondere unseren SpenderInnen, die dies überhaupt ermöglicht haben - voran der Förderverein für sonntägliche Freizeitkultur - besser bekannt durch den Sonntags-Flohmarkt in Wechloy. (1) Und wir bitten um weitere Spenden, damit dieser STACHEL nicht der einzige bleibt. Die Alternative zu Spenden bilden Inserate, ohne die auch dieser STACHEL nicht möglich wäre. Wir bitten darum, unsere InserentInnen beim Einkauf besonders zu berücksichtigen.

Auch dieser STACHEL ist ein Kompromiß zwischen Wollen und Möglichkeiten. Leider konnten wir wie oft nicht alle Beiträge berücksichtigen. Einen kleinen unvollkommenen Ausgleich kann hier vielleicht die Netzseite www.stachel.de bilden - einiges ungedruckte wird dort zu finden sein. Auch die Veranstaltungshinweise dort sind deutlich umfangreicher als in der gedruckten Version - Platz ist dort ausreichend vorhanden. Ähnliches gilt für die RadioTips.

Einiges blieb den LeserInnen erspart - z.B. ein Beitrag über die vorzügliche Reihe "Shock and Awe zwischen Dokumentation und Ideologie" des Edith-Ruß-Hauses sowie ein Bericht über die Rede der Bürgermeisterin, die nicht den Namensgeber des größten Betriebes der Stadt - Carl von Ossietzky - zu kennen scheint. Wer hier genau hinsieht kann viel über die Strukturen der Politik in Oldenburg lernen.

Oder die Kritik an Thomas Kleinspehn, der ein Mitglied der Ossietzky-Preis-Jury auf Nordwestradio als "unfähiger Moderator" diffamierte - ohne Begründung, versteht sich. Peinlich, Herr Kleinspehn! Über Noam Chomsky, den Preisträger, zu berichten, ist immer noch möglich. Die STACHEL-Frage lautet wie immer: Wer macht's?

In dieser Ausgabe knüpfen wir trotz langer Pause geradezu lückenlos an den Beitrag von Hans-Henning Adler zum ECE-Einkaufszentrum an. Der ist leider aktueller denn je. Deshalb ruft eine BürgerInneninitiative jetzt auf zum BürgerInnenbegehren. Das ist auf der letzten Seite zu lesen. Wir halten das für ebenso unterstützenswert wie die ebenfalls auf der Rückseite zu lesende Initiative für Lernmittelfreiheit und kostenlosen SchülerInnentransport.

Überhaupt soll dieser STACHEL ein Zeichen sein gegen die verbreitete Stimmung "mensch kann ja doch nichts tun". Zugegeben - Robert Jungk schrieb seinen Beitrag "Gegen die Mode der Verzweiflung" bereits vor einiger Zeit: Er setzt sich mit der angeblichen Unausweichlichkeit der Katastrophe auseinander - die damals "wissenschaftlich fundiert" dargeboten wurde. Als Literatur ist hier auch "Wider den Luxus der Hoffnungslosigkeit" von Dorothee Sölle und Fulbert Steffensky zu empfehlen. So göttlich die Menschen angelegt sein mögen - wer kann schon wissen, was die Zukunft uns tatsächlich bringt. Ein bißchen einmischen dürfen wir uns da schon. Genau dazu möchte auch das Linke Forum aufrufen, über das zu lesen ist und das auch zwei Veranstaltungen durchführt. Daß aktive Wachheit Erfolge zeitigen kann zeigt die Demonstration gegen die Provokation der "Republikaner" am 6.11.04.

Damit solche begrüßenswerten Aktivitäten vorher und nachher öffentlich politisch erörtert werden können sollten möglichst viele Menschen mit ein wenig freier Kapazität beim STACHEL mitmachen. Welchen Sinn das machen kann und wie das geht, was es zu tun gibt, das steht auch in diesem STACHEL. Insbesondere benötigen wir dringend ein neues Domizil. Kontaktmöglichkeiten sind im Impressum zu finden.

Redaktion

(1) Die Termine für Wechloy-Flohmärkte 2005 sind bereits dort abzurufen: http://www.sonntagsfloh.de/02.html

 

 
  Differenzen zur gedruckten Fassung nicht auszuschließen. Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Siehe auch Impressum dieser Ausgabe und Haupt-Impressum