Oldenburger STACHEL Nr. 246 / Ausgabe 11/04     Seite 0
 
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Verbot für schnurlose DECT-Telefone?

Beeinträchtigungen durch digitalen Hausfunk

Dr. Manfred Mierau, Baubiologe, berichtet: "Eine Schlafplatzuntersuchung bei einem achtjährigen Jungen ergab extreme elektrische Wechselfelder durch die eigene Elektroinstallation und zwei DECT-Schnurlostelefone in den Nachbarhäusern. Das Kind wird wegen seiner Krampfanfälle und auffälligen EEG-Signale seit Jahren mit Epilepsie-Medikamenten behandelt.

Die Eltern wollten versuchen (gegen Anraten der Ärzte), die Medikamente wegen ihrer Nebenwirkungen abzusetzen. Als Voraussetzung dafür wollten sie alle Risikofaktoren im Schlafumfeld des Kleinen beseitigt wissen. Umfassende baubiologische Messungen wurden durchgeführt, die Empfehlungen konsequent umgesetzt: Die Wände um das Kinderbett herum wurden abgeschirmt und geerdet; auch die Nachbarn entfernten ihre DECT-Telefone.

Es gab schnelle Effekte: Die Schlafprobleme des Kindes verschwanden, und selbst der ursprünglich (wie so oft) skeptische Ehemann schlief besser. Erneute EEG-Untersuchungen bei dem Jungen einige Monate nach Durchführung der baubiologischen Sanierungen zeigten nicht mehr die früheren Auffälligkeiten. Die Epilepsie-Medikamente konnten bislang mehr und mehr reduziert werden, ohne daß wieder gesundheitliche Probleme aufgetreten sind." [1]

In einem Leserbrief an die Bürgerwelle schreibt Robert Fischer: "Seit knapp einem Jahr stellten wir bei uns zu Hause fest, daß unsere Kinder (ca. 4 und 2 Jahre alt) nicht mehr so gut schliefen, manchmal leicht kränkelten und nachts ständig zu uns Eltern ins Bett krabbelten. Auch meine Frau und ich hatten keine so guten Nerven mehr - wir regten uns über Dinge auf, über die wir früher müde gelächelt hätten ...

Zunächst vermuteten wir bei uns selber, daß die Kinder zu anstrengend geworden wären bzw. daß meine eigene Gereiztheit auf die Tatsache zurückgeführt werden könnte, daß ich im letzten Sommer mit Rauchen aufgehört hatte (Entzugserscheinungen).

Obwohl ich mich als Physiklehrer und Sanitäter schon seit längerem mit den möglichen Auswirkungen elektromagnetischer Wellen auf Körper und Gesundheit beschäftigte, wäre ich nicht auf die Idee gekommen, daß wir selber diesbezüglich einer größeren Belastung ausgesetzt sein könnten - wir haben kein einziges schnurloses Telefon zu Hause und alle Elektrogeräte und elektrische Leitungen sind mehrere Meter von den Schlafstätten entfernt.

Da kam meinem Vater die Idee, meine Nachbarin könnte doch so ein DECT-Telefon haben. Und mit seiner Vermutung lag er (leider) völlig richtig: Unsere 80-jährige Nachbarin hatte ein digitales Hausfunktelefon. Die Basisstation lag ca. vier bis fünf Meter Luftlinie von den Betten unserer Kinder entfernt. (Unsere Eltern-Betten waren ca. acht Meter weit weg - das erklärt vielleicht auch, warum die Kleinen ständig zu uns wollten: Da war es immer noch besser ...)

Ich habe meine Nachbarin entsprechend aufgeklärt und ihren Enkel, der ihr das Gerät besorgt hatte, auf die Funkenflug- und Bürgerwelle-Seiten im Internet verwiesen. Sie hat jetzt wieder ein Schnur-Telefon, wofür wir ihr sehr dankbar sind! Anschließend konnten wir nämlich sehr schnell verblüffende Beobachtungen machen:

· Unsere Kinder schliefen wieder durch!

· Meine Frau wacht endlich nicht mehr genervt auf!

· Ich selber bin morgens ausgeschlafen und kein "Morgenmuffel" mehr!

· Tagsüber streiten unsere Kinder erheblich weniger miteinander!

· Mein Sohn kann jetzt auch mal ruhig sitzenbleiben!

· Im ganzen Haus herrscht meist nur noch gute Laune ...

So extrem hätte das selbst ich nicht vermutet! Und den von Mobilfunk-Fans gerne angeführten "Placebo-Effekt" kann man getrost ausschließen: Zwei- und Vierjährige können sich da sicher nichts einreden ..."

Robert Fischer

P.S.: Zu meinem Erfahrungsbericht (bzgl. DECT) habe ich noch weitere ergänzende Beobachtungen, die wir inzwischen noch gemacht haben:

· Meine Tochter kaut nicht mehr auf ihren Fingernägeln herum!

· Der seit vielen Monaten (aus bisher unerfindlichen Gründen) entzündete Finger meiner Frau ist nun anscheinend verheilt." [2]

Fehlgeburten durch DECT?

Dietmar Bitz, ebenfalls Baubiologe erzählt aus seiner täglichen Praxis: "Bei meinen geobiologischen Hausuntersuchungen stellte ich überraschend fest, daß bei fünf Familien die gesunden jungen Frauen kürzlich eine Fehlgeburt hatten. Alle fünf Familien hatten eine DECT-Telefonanlage.

Bei der sechsten Familie war die junge Frau im 4. bis 5. Monat schwanger und war bereits dreimal stationär wegen Unregelmäßigkeiten bei Mutter und Kind ins Krankenhaus eingewiesen worden. Bei der sechsten Familie war es schwierig, den Mann dazu zu bewegen, das Telefon abzuschaffen (es war das Geschenk eines Freundes). Die Schilderung des sogenannten Geldrollensyndroms konnte ihn schließlich überzeugen. Hierbei verkleben sich die roten Blutplättchen und bewegen sich wie Geldrollen in den Adern fort. Es leuchtete ihm ein, daß das Ungeborene im unausgereiften Zustand dadurch einen Herzinfarkt oder Schlaganfall bekommen könnte. Nachdem das alte Schnurtelefon wieder angeschlossen war, verlief die Schwangerschaft von diesem Zeitpunkt an problemlos und die Mutter brachte einen gesunden Jungen zur Welt." [3]

Was ist DECT?

DECT ist ein digitales Sendeverfahren. Die Übertragung des jeweiligen Gespräches wird 100mal in der Sekunde unterbrochen, ohne daß man es merkt. (Anm. d. Red.: Dies geschieht, um mehrere Gespräche gleichzeitig mittels Datenkompression und Taktung zu ermöglichen.) DECT-Telefone strahlen gepulste (digitale) Wellen ab, vergleichbar mit der gepulsten Strahlung von Handys. Geworben wurde dieser Tage mit einer Reichweite von 300m. Ihre Basisstation sendet im Gegensatz zu Handys, die sich während der Telefonierpausen herunterregeln und deren Besitzer sie auch immer wieder ganz ausschalten, 24 Stunden am Tag mit voller Leistung (auch wenn man überhaupt nicht telefoniert).

"Wer sie benutzt, holt sich den Mobilsendefunkmast quasi direkt ins Wohnzimmer" meint Wolfgang Maes, Sachverständiger für Baubiologie und Umweltanalytik. Die von den Geräten ausgehenden Strahlenbelastungen sind auch durch Wände hindurch gemessen noch zehnmal so hoch wie die Werte, bei denen man bereits Veränderungen der Hirnströme im EEG feststellt. Typische Symptome bei betroffenen Personen sind: Unruhezustände, Schlafstörungen, Nervosität, Müdigkeit, Lernstörungen, depressive Verstimmungen, Kopfschmerzen, Migräne, Tinitus, Sehstörungen, Blutbildveränderungen, Bluthochdruck.

Bereits im Oktober 1999 gab es eine Resolution von Medizinern der Gesellschaft für Umweltmedizin und des Ökologischen Ärztebundes an Bundesumweltminister Trittin, wo ein Verbot schnurloser DECT-Telefone gefordert wurde.

Darin heißt es u.a.: "Die Erfahrungen mit den neuen Haustelefonen nach DECT-Standard sind derart negativ und die Zahl der gesundheitsbedingten Reklamationen so groß, daß ein Verbot gefordert werden muß."

Auf Nummer sicher geht man mit den alten schnurgebundenen Telefonen; wer unbedingt nicht auf die Freiheit des schnurlosen Telefonierens verzichten möchte, sollte sich ein Schnurlostelefon nach dem CT1+ Standard zulegen. Sie senden keine gepulsten Strahlen, sind analog und senden wirklich nur, wenn tatsächlich telefoniert wird.

Alternativen (schnurgebundene wie schnurlose Telefone im analogen CT1+ Standard) gibt es in Oldenburg.

Sharky

Infos und Quellen:

[1] http://www.biosaffair.de/archiv/baubiologischepra xis.html

[2] http://www.buergerwelle.de/d/doc/dect/ lbdect1.htm

[3] http://www.notiz.ch/wissenschaft-unzensiert/ele ktrosmog/2001/april/dect.html

[4] http://www.umwelt-medizin-gesellschaft.de/

http://www.buergerwelle.de

http://www.funkenflug1998.de/ (nicht verwechseln mit: http://www.funkenflug.de/ - das ist was ganz anderes)

Informationen über die Funkenlage in Oldenburg: Martin Scheibert, Butjadinger Str.97, 26125 Oldenburg, Tel: 0441/5090311, Fax: 0441/5090312 oder via WeltWeitemNetz: http://www.mobilfunk-oldenburg.de/

Viele Infos finden sich dort: http://www.ecology.at/ link/index.php?exp_themaID=28

 

 
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