Oldenburger STACHEL Ausgabe 2/96     Seite 10
 
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Inhalt dieser Ausgabe
 

Die Themen:


Erst 10 Jahre nach derKatastrophe von Tschernobyl

Immer deutlicher werden uns die wirklichen Folgen der Katastrophe, die uns noch tausende von Jahren begleiten werden. Entsetzlich ist das Leid der Menschen.

In Oldenburg wird es zahlreiche Veranstaltungen geben zum 10-jährigen Gedenken. Zur Vorbereitung gemeinsamer Veranstaltungen und Koordination der verschiedenen Aktivitäten soll es ein Vorbereitungstreffen geben am Di. 20.2.96 18 Uhr im Umwelthaus, Peterstraße 3. Wenn dort nichts anderes beschlossen wird, soll es bis auf weiteres wöchentlich ein Folgetreffen geben. Nähere Informationen beim Oldenburger Energierat, Bloherfelder Straße 87, Tel. (0441) 52333 (Q). (Bürostunden: 9-13 Uhr)


Cumbia-Workshop

Am 24./25.2. wird in Oldenburg in der Tanzschule Assala in der Bleicherstr. 10 ein Cumbia-Workshop stattfinden. Die Cumbia ist der wichtigste traditionelle Tanz der kolumbianischen Karibikküste. Cumbia ist ein Tanz der Begegnung zwischen zwei Kulturen, der afrikanischen der ehemaligen Sklaven und jener der Indigenas der Küste. Er ist eine Synthese der Blasmusik der indianischen Gaita-Flöten und der afrikanischen Trommeln.

Anmeldung: Studio Assala Tel. 12906


"Flüchtlinge sind keine Menschen"

...jedenfalls haben sie nach der Definition des von SPD/CDU beschlossenen Asylbewerberlei stungsgesetzes geringere Bedürfnisse als ein Mensch. Sie sollen danach erheblich weniger als das Existenzminimum erhalten. Außerdem werden die Mittel zum Leben an Flüchtlinge grundsätzlich als Sachleistungen ausgegeben. Bisher galt diese Regelung ein Jahr, jetzt ist sie auf die gesamte Dauer des Asylverfahrens ausgedehnt worden. Das kann bei Bürgerkriegsflüchtlingen z. B. zwei Jahre dauern. In dieser Zeit haben sie nur in akuten Fällen Anspruch auf medizinische Behandlung. Und Kinder sollten sie möglichst nicht kriegen. Eine Baby-Erstausstattung erhalten nur deutsche Sozialhilfeempfängerinn en. Flüchtlingsmütter müssen ohne Windeln auskommen...

Wörter wie "Unmenschlichkeit" oder "Rassismus" sind für solch eine Praxis ziemlich schwach.


"Schöne Ferien in der Türkei!"

...wünscht der Arbeitskreis Asyl dem Ausländerbeauftragten in Oldenburg, Werner Vahlenkamp. Anlaß ist der VHS-Kurs Nr. 1700, mit dem Vahlenkamp eine Studienfahrt nach Istanbul vorbereiten und durchführen will. Der Arbeitskreis Asyl verweist auf verschiedene Sehenswürdigkeiten Istanbuls, wie den malerisch gelegenen Staatssicherheits gerichtshof mit Gerichtsurteilen im Schnellverfahren, das Hochsicherheitsgefängni s Ümraniwe mit Folterungen und Gefangenenrevo lten, das gesprengte Büro der inzwischen verbotenen prokurdischen Zeitung Özgür Ülke, den Menschenrechtsverein IHD oder Flüchtlingslager am Stadtrand. Der Arbeitskreis weist darauf hin, daß die Türkei Touristendevisen angesichts ihres Zerstörungskrieges gegen kurdische Dörfer sicher gut gebrauchen kann.


AMALGAM:Zuckersteuer gefordert

Wie Globus 12/95 meldet, hat das Marburger Institut für Naturheilverfahren 1200 Patienten befragt. 50% ließen sich das Amalgam entfernen. 130 vollzogen auch die erforderliche Entgiftungstherapie. Hier hatten je nach Intensität der Therapie bis zu 80% gute bis sehr gute Erfolge. Häufige Besserung wurde erzielt bei Allergien, chronischen Infekten, chronischen Kopfschmerzenm, Ohrgeräuschen, unregelmäßigem Herzschlag, Haarausfall. Das Marburger Institut für Naturheilverfahren fordert zur Finanzierung der notwendigen gesundheitlichen Maßnahmen die Einführung einer Zuckersteuer. Das Institut führt eine telefonische Beratung durch: Tel. 06421, 66379. Die Selbsthilfegruppe Oldenburg trifft sich jeden letzten Do. um 18 Uhr in den Räumen der BEKOS, Lindenstraße 12a. Wenn's drängt: Tel. 0441-384756 (Q)


Dinfo läßt lügen

Durch die Dinfo-CD-Rom wird der Datenschutz ignoriert. So ist Rufnummernrückverfolgung möglich. Dies ist besonders zweifelhaft im Zusammenhang mit der immer weiter voranschreitenden Digitalisierung des Telefonnetzes - hier kann die Nummer des Anrufenden bereits vor Abnehmen des Hörers angezeigt werden.

Wer in dieser CD nicht genannt sein möchte, hat schlechte Karten. Auf einen entsprechenden Hinweis, daß jemand nicht auf diese elektronische Scheibe gebrannt und damit für jedeweden Computerfredi verfügbar sein möchte, ließ die Rechtsverdrehung der Firma Topware (Herausgeberin der Dinfo-CD) verlauten: "Wir teilen Ihnen diesbezüglich mit, daß die ... Daten in der nächsten erscheinenden Folgeauflage nicht mehr enthalten sein werden." Dieses auf den 9.11.95 datierte Schreiben ging Anfang Januar zu. Ende Januar kam die genannte Neuauflage auf den Markt. In dieser sind die Personen, die "nicht mehr enthalten sein sollen", weiterhin aufgeführt.

Das schlechte "Argument" von Topware: Wer im Telefonbuch veröffentlicht, kann auch nichts dagegen haben, woanders zu veröffentlichen. Dieser Irrtum soll hier grundsätzlich richtigstellen: Dieser für den STACHEL verfaßte Artikel darf nicht in der BildWest veröffentlicht werden. Und ebensowenig haben die illegal aufgeführten Personen mit der Firma Topware einen Vertrag geschlossen, daß sie diese Daten veröffentlichen darf. Das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung und das Urheberrecht müssen durchgesetzt werden.

Wem es ähnlich ergangen ist, oder wer anderes mit Topware zu klären hat, mag sich bei Tel. 0441-384756 (Q) melden.


TÜV wieder imAtomgeschäft

Der TÜV Hannover/Sachsen-Anhalt kam als unabhängiger Gutachter im Schacht-Konrad Verfahren nicht mehr in Frage, seit bekannt geworden war, daß die spätere Betreiberin des geplanten Endlagers den TÜV bereits für weitere Tätigkeiten nach Genehmigung des Endlagers unter Vertrag genommen hatte. Legal - illegal - egal Nachdem Bundesumwelt(nicht:schutz!)ministerin Merkel unter eklatanter Mißachtung der Sicherheitsinteressen der Menschen hier und in anderen Ländern sowie Mißachtung der gültigen Rechtslage massiven Druck ausübte, gab Umweltministerin Griefahn nach. (HAZ 2.2.96; PR Ursula Schönberger, Bündnis 90 / Die Grünen 2.2.96) Hanf erlaunbt


Der Anbau von Hanf

ist zukünftig in der BRD erlaubt. Er muß jeweils bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft angezeigt werden.


Kriegsdienstverweigerung:Nie waren wir so viele

In Zeiten teurer militärischer Umrüstung (NICHT Abrüstung) und massiver Tendenzen, die Einflußgebiete des deutschen Militärs zu erweitern, ist Kriegsdienstverweigerung so wertvoll wie nie zuvor. Unterstützung kannst Du hierzu bei folgenden Adressen bekommen:

Treffpunkt für Kriegsdienstverweigerer der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen e.V. (DFG-VK), jeden 1. und 3. Donnerstag um 18 Uhr bei der Arbeiterwohlfahrt, Bahnhofstraße 23. Wenn's drängt: Tel. 04407-424 oder 0441-384756 (immer mit Telefonautomat).

Reservisten verweigern den Kriegsdienst: Treffpunkt am letzten Donnerstag im Monat um 20 Uhr, Litfaß, Lindenstraße 56. Wenn's drängt: Tel. 0441-885589.


Ken Saro Vivas letztes Buch: "Flammende Hölle"

Nigeria und Shell Der schmutzige Krieg gegen die Ogoni erscheint am 1.3.96 bei rororo.

Das Buch wurde bereits vor Erscheinen vom Shell-Konzern scharf bekämpft. Die Vorstandsetage fühlte sich nicht recht ins Licht gesetzt. Wie lange das Buch erscheinen können wird, ist unklar.


Sparangebote der Bahn

auch für den europäischen Raum hat der Verkehrsclub Deutschland VCD, Postfach 170160, 53027 Bonn, zusammengestellt. Bitte 5,-DM in Briefmarken beilegen.


Teure VWG

Einen alten Trick zum Kundenvertreiben hat die VWG aus der Tasche geholt: Preiserhöhungen ohne Ende. Der Einzelfahrschein soll von 2,50 auf 3,20 DM (entspricht 30%), der Kinderfahrschein von 1,- auf 1,60 DM (entspricht 60%) erhöht werden. VWG, weiter so. Das ist sicher der richtige Weg, in Zeiten von Massenverarmung und Klimakatastrophe Menschen in die Busse zu bewegen.


Jugendumweltbüro läßt Klimasünder der Stadt wählen

Für Samstag, den 24.2.96 ruft das Jugendumweltbüro Oldenburg zur Wahl auf. Zu vergeben ist allerdings kein Ehrenamt sondern der höchst unehrenvolle Titel des "Klimasünders der Stadt Oldenburg". Im Wahllokal beim alten Rathaus sind alle OldenburgerInnen (auch die, die sonst nicht wählen dürfen) herzlich eingeladen, ihre Stimme abzugeben. Zur Wahl stehen unter anderem die EWE, die noch immer hauptsächlich Atomstrom verkauft und alternative Energiequellen blockiert sowie die Universität, die bei gleicher Größe doppelt so viel Strom verbraucht wie die Universität Osnabrück. "Nachdem in den letzten Jahren auf internationalen Konferenzen viel über Klimaschutz geredet worden ist, muß jetzt vor Ort gezeigt werden, daß daraus mehr folgt als ein Haufen bedrucktes Papier", begründet Mark Obrembalski vom JUB die Aktion. Es sei an der Zeit, von Politik und Verwaltung Konsequenzen aus den Beschlüssen zu fordern. Informationen zum Thema wird das Juban diesem Tag natürlich auch anbieten. Weitere Aktivitäten zum kommunalen Klimaschutz sollen folgen. Wer diese noch mit planen und vorbereiten will, ist zum JUB-Treffen montags um 20 Uhr im Projektehaus K14 in der Karlstraße eingeladen.


Mobil ohne Auto 1996 in Oldenburg

Mobil ohne Auto ist eine bundesweite Aktion, die seit einigen Jahren Durchgeführt wird. Ziel von MoA ist es, durch viele kleine, dezentrale Aktionen zu einer Verbesserung des Images von RaBuBaFu (RadBusBahnFuß) beizutragen. Mit vielen positiven Veranstaltungen werden Möglichkeiten sich ohne Auto fortzubewegen in den Blickpunkt de Öffentlichkeit gestellt. Dabei ist Mobil ohne Auto eine Aktion, die von möglichst vielen gesellschaftlichen Gruppen, wie Kirchen, Gewerkschaften, Umweltverbänden, Sportvereinen etc. getragen werden kann.

In Oldenburg war das Resonanz auf MoA in den vergangenen Jahren leider nicht so gut, wie es angesichts so vieler RadfahrerInnen z.B. zu hoffen gewesen wäre. Um dies in diesem Jahr zu ändern hat sich kurz vor Weihnachten das MoA - Forum Oldenburg gegründet, in dem zur Zeit Mitglieder des VCD und MitarbeiterInnen des Jugendumweltbüros sowie einige andere junge OrganisatorInnen mitarbeiten.

Für dieses Jahr haben wir uns viel vorgenommen. Wir wollen am 16.06.96 auf dem Lambertiplatz am Rathaus ein MoA-Fest organisieren und hoffen, daß dies unter Beteiligung von vielen, an umweltverträglicherer Mobilität interessierten Menschen ein voller Erfolg wird.

Wir freuen uns über alle, die mitorganisieren möchten oder einen eigenen Beitrag zum Gelingen von MoA beisteuern können. Kontakt und weitere Informationen über MoA-Forum Oldenburg, c/o VCD, im Umwelthaus Oldenburg, Peterstr. 3, 26122 Oldenburg, oder Tel.: Michael, Q 0441/33483.

Die nächsten Treffen des MoA-Forums sind: Dienstag, 27.02. und Dienstag, 19.03., jeweils 20 Uhr im Umwelthaus.


Stärkung bei Krebs

"Was kann ich für meine Gesundheit und mein Wohlbefinden tun, ist Schwerpunkt einer Selbsterfahrungsgruppe für Krebsbetroffene. Die Gruppe begann am Mittwoch, 14.2. 19.30-21.30. Wer noch hinzustoßen möchte, kann Kontakt zu Frau Lienau vom Gesundheitsamt aufnehmen. Telefon: 235-8635.


Folktreff im März

Drei Gruppen werden beim Folktreff, der am 3.3. ab 19 Uhr 30 im Café Chaplin stattfinden wird, auftreten. "Visgée" bringt Folk'n Boogie, z.T. sogenannten Traditional und eingenes Songmaterial, was nicht nur mit Boogie zu tun hat; zum Teil mit leichten, hauchzarten Anklängen ans Spanische, mit noch schwächeren orientalischen Tupfern auf Englisch und - wenn's auch schwerfällt - in Deutsch. "Aged and Unknown" besteht aus einer Sängerin, die auch Gitarre spielt und einem Gitarristen, der auch singt. Daraus wird kein Folk, sondern eine swing- und bluesangehauchte Musik, die schwer einzuordnen ist. Es sind Stücke von Bob Dylan, Tenthousand Maniacs u.a., aber auch selbstkomponierte Songs. "Tilo und Jörg" sind zwei "Folk-Treffies der ersten Stunde". Sie präsentieren Songs mit Gitarre, Geige, Bouzouki, Mandoline, Concertina und Low Wuistle. Der Eintritt zum Folk-Treff ist frei.


Studiwohnheim im Netz

In wenigen Wochen werden die Bewohner des Studiwohnheims Artillerieweg ihre heimischen Computer an Internet und das Novell-PC-Netz der Uni anschließen können. Damit stehen ihnen nicht nur Dienste wie E-Mail, News, IRC und World-Wide-Web offen, auch auf die PC-Software der CIP-Cluster können sie von zuhause aus zugreifen.

Ermöglicht wird das durch eine Standleitung zwischen Hochschulrechenzentrum und Wohnheim, sowie eine hausinterne Vernetzung. Die Idee zu diesem Projekt hatte Martin Schulze, ein Bewohner des Wohnheims. Zwei Jahre lang dauerten seine harten Verhandlungen mit Studentenwerk und Rechenzentrum, bis Ende des letzten Jahres grünes Licht kam. In den letzten Wochen besorgten einige Bewohner selbständig die Vernetzung der ca. 100 Zimmer. Wie Planung und Vernetzung werden sie auch die Benutzer- und Systembetreuung übernehmen. Die Anbindung an die Universität wird in Kürze folgen.


"Müll mich nicht voll!"

Durch Aufklärung, Schärfung des Unrechtsbewußtseins und Aufzeigen von Alternativen will das Umweltdezernat der Stadt Oldenburg künftig gegen die wilde Müllablagerung vorgehen. Hintergrund der Aktion sind erschreckende Zahlen aus dem Jahr 1995: Nahezu 15 Tonnen Hausmüll wurden 1995 aus städtischen Park- und Grünanlagen entfernt. Im Bereich der Containerstellplätze mußten neben wild abgestelltem Altglas und Altpapier rund 125 t Müll auf cKosten der Allgemeinheit entsorgt werden. Das städtische Ordnungsamt verfolgte 259 gemeldete Fälle unzulässiger Abfallbeseitigung. Die Aktion der Stadt steht unter dem Motto "Müll mich nicht voll!"


Natur-Erlebnis-Pfad im Stadtwald geplant

Das Amt für Umweltschutz plant einen Naturlehrpfad im neuangelegten Stadtwald und Blankenburger Holz. Er soll Informationen über Natur und Geschichte des Gebietes sowie ökologische Zusammenhänge geben und auch Möglichkeiten für sinnliches Erleben der Natur bieten. Mit dem Konzept des Lernens durch Erleben folgt die Studentin Beate Helming, die im Rahmen ihres 5-monatigen,von der Commenzbank Oldenburg gestifteten Praktikums ein Gesamtkonzept für das Umweltamt entwickelte, einem alten chinesischen Sprichwort:"Sagst du es mir, so vergesse ich es. Zeigst du es mir, so merke ich es mir vielleicht. Läßt du mich teilhaben, so behalte ich es." Ihr Vorschlag: Der Lehrpfad soll nicht nur Wissen über die Natur und ökologische Zusammenhänge in Wort und Bild vermitteln, sondern alle Sinne ansprechen. Dies könnte z.B. durch das Aufstellen von "Fühlboxen" geschehen, in denen unterschiedliche Gegenstände ertastet werden können, oder durch eine Flüstertüte, die Geräusche verstärkt.


Wattenmeer im Mittelpunkt

Unter dem Motto "Ostern mal anders" veranstalten die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (IJGD) in diesem Jahr Ostern zwei internationale Work-and - Study-Camps auf Wangerooge (23.3-7.4.) und Borkum (23.3.-14.4.). Die Workcamps bieten für die 16 bis 27-jährigen Teilnehmer die Möglichkeit, Menschen verschiedener Kulturen zu treffen und das Gruppenleben gemeinsam zu gestalten. Umweltschutzarbeiten sowie Besichtigungen, Exkursionen, Informationen und Diskussionen zum Schwerpunktthema "Wattenmeer" stehen auf dem Programm.Der Teilnehmerbeitrag beträgt 150 DM incl. Unterkunft und Verpflegung. Infos bei IJGD, Landesverein Niedersachsen eV, Katharinenstr. 13, 31135 Hildesheim (Tel.: 05121-15123/15124)


Jahresprogramm der LAG Jugend und Film

Die LAG Jugend und Film Niedersachsen e.V. versteht sich als die interssenvertretung der Kinder- und Jugendfilmarbeit in Niedersachsen. 1996 feiert sie ihren 40. Geburtstag (am 15.November in Hannover).Wicht igstes Thema des Jahres ist die multimediale Zukunft. Um Video und Computer geht es u.a. beim "Multimedia-Workshop" vom 2. bis 5. Oktober. Die eigene schreiberissche Kreativität steht im Mittelpunkt, wenn es vom 30.August bis 1.September in Hannover heißt:"Über Filme schreiben - Filmkritik für Redakteure von Schüler- und Jugendzeitschrift en." Das vollständige Programm gibt es bei der LAG Jugend und Film, Moorstraße 98, 29664 Walsrode (Tel.: 05161/74433).


Bluthandel mit der Dritten Welt

Der Handel mit Blutplasma ist inzwischen ein Millionengeschäft, Blutplasma zu einem wichtigen Rohstoff bei der Herstellung von Medikamenten geworden. Der Bonner Dritte-Welt Journalist Siegfried Pater hat zahlreiche Länder bereist und in den USA sowie lateinamerikanischen Staaten recherchiert. Dabei hat er festgestellt, daß vielfach menschliches Blut aus der Dritten Welt oder Slums der USA, gegen Geld, buchstäblich "geerntet" wird. In seinem Vortrag schildert der Experte, der auch Mitherausgeber des Buches "Bluternte"(erschienen in der Reihe "rororo aktuell") ist, wie Pharmakonzerne auf die Kritik reagieren und was sich seit den Veröffentlichungen geändert hat. Der Vortrag ist am 6.März 1996, um 19.30, im Haus der Gemeinschaft, am Brink, in Bad Zwischenahn zu hören. Anmeldungen nimmt die Kreisvolkshochschule Ammerland unter Tel. 04488/56160 oder 56168 entgegen.


HBV erstreitet 626000 DM

Über 626.000 Mark hat die Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV) in Oldenburg im vergangenen Jahr in gerichtlicjhen und außergerichtlichen arbeits- und sozialrechtlichen Verfahren für ihre Mitglieder erstritten. "In dieser Summe sind die Ergebnisse höherer Instanzen noch nicht einmal berücksichtigt, so daß sich der Erfolgswert für unsere Mitglieder noch beträchtlich erhöhen dürfte", meint Uwe Liebe, gescxhäftsführender Sekretär der Gewerkschaft HBV.


Land und Kreise fahren Bahn

Eine Chance für neuen Schwung in der Verkehrspolitik sieht der Landesverband Niedersachsen des Verkehrsclubs Deutschland(VCD) in der Zuständigkeit des Landes und der Kreise für den Offentlichen Personennahverkehr(ÖPNV). Auch wenn die Kunden von der seit Anfang des Jahres gültigen Neuregelung noch nicht viel gemerkt haben, bietet die Regionalisierung die Chance, daß der Nahverkehr nun dort geplant wird, wo Busse und Bahnen auch fahren. Für den VCD sind dabei die Nutzer die wahren Experten im Nahverkehr. Sie sollten jetzt bei den Politikern vor Ort ihre Forderungen für einen besseren Nahverkehr anmelden. Vor der Regionalisierung konnten die Kommunalpolitike r immer nach Frankfurt verweisen. Dort wurde in der Bahnzentrale neben dem Fernverkehr auch zentral über den Umfang des gesamten Nahverkehrs entschieden. Das niedersächsische Nahverkehrsgesetz sieht bei der Nahverkehrsplanung eine Beteiligung von "Verbänden, die die Interessen der Fahrgäste vertreten" vor. Auch der VCD möchte dieses Recht für sich in Anspruch nehmen. Als einen ersten Beitrag hat der VCD kürzlich in Hannover ein Konzept für einen Ausbau der Bahn zu einer Flächenbahn in Niedersachsen vorgestellt.


Neue Broschüre über Wildwasser

Wildwasser hat seinen Erfahrungsbericht 1994/95 herausgegeben. Darin wird ein Einblick in die inhaltliche Arbeit des Vereins vermittelt. Sein Beratungsangebot richtet sich an Mädchen und Frauen, die in ihrer Kindheit sexuelle Gewalt erlebt haben, und an ihre Bezugspersonen. Zur Arbeit gehört ebenfalls die Prävention. So bietet Wildwasser zahlreiche Veranstaltungen an (siehe Terminkalender) und Kurse für Mädchen zur Selbstverteidigung. Der Erfahrungsbericht ist gegen Kostenbeitrag bei Wildwasser, Kaiserstr. 19, 26122 OL, Tel.: (0441) 16656 bestellt werden.


Wen-Do für Frauen

Der Verein "Frauen lernen gemeinsam" bietet am 17.3. einen eintägigen Wen-Do- Kursus zur Selbstverteidigung vom Boden aus an. Weitere Kurse für Anfängerinnen wird es am 11./12.5. und 21./22.9. geben. Näheres bei A. Lehmann, Tel. 12421


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