Oldenburger STACHEL Ausgabe 3/96     Seite 10
 
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Inhalt dieser Ausgabe
 

Die Themen:


Gastfamilien gesucht

Für zehn Oldenburger Jugendliche (15-17) besteht die Möglichkeit, in den Sommerferien drei Wochen mit einer Jugendgruppe aus Mat'eh Ash'er zu verbringen. Dazu zählt auch ein dreitägiger Aufenthalt in Oldenburg. Interessierte können sich bis zum 15. März beim Jugendamt melden. Tel. 9806916 (Fr. Herrmann)


Als Au pair nach Italien

Die Gesellschaft für Internationale Jugendkontakte vermittelt Au pair-Stellen in ganz Europa; zur Zeit steht Italien hoch im Kurs. Weitere Informationen bei der G.I.J.K., Postfach 200562, 53135 Bonn, Tel. 0228/95730-0, Fax -10


Außergerichtliche Konfliktregelung

Der Verein Konfliktschlichtung bietet für Geschädigte wie Beschuldigte von Straftaten Hilfestellung zur Versöhnung von Konfliktparteien an - unabhängig von Anzeigenerstattung oder Anklageerhebung. 1995 standen 80 Delikte Jugendlicher mit insgesamt 121 Beteiligten zur Schlichtung an. Aber auch für erwachsene Beteiligte steht der Verein zur Verfügung. Tel. 0441/27293


Zum Newroz-Fest nach Kurdistan

Die Organisation medico ruft auch für dieses Jahr zur Teilnahme an Delegationen zum kurdischen Newroz-Fest am 21. März auf. Aber auch für spätere Zeitpunkte sind Beobachtungsfahrten geplant, um die Einhaltung des Waffenstillstandes der Kurden und mögliche Verletzungen durch die türkische Seite zu dokumentieren.

Hintergrundinformationen gibt es beim Newrozbüro, Obermainanlage 7, 60314 Frankfurt. Tel. 069/436612, Fax 069/436002


Ich war eine Dose

Nein, nicht nur Aufziehfrösche und sonstiges Blechspielzeug lassen sich aus leergetrunkenen Dosen fabrizieren, sondern auch... Krawatten! Und das ohne aufwendiges Einschmelzen - schließlich sollen alle sehen, welches die Lieblingssoftdrinkmarke der oder des Krawattentragenden ist. Direktes Recycling sozusagen.

Mario P. Schönfels sucht für seine "patentierte Geschenkidee" Sponsoren für Marketing und Vertrieb. Tel. 0441/7781222


Ewiger Kuhfladen

Kuhfladen auf einer Wiese sind normalerweise nach drei Wochen verrottet. Seit ein paar Jahren aber liegen im Frühjahr noch die Fladen vom Vorjahr unversehrt auf einigen Weiden. Antiparasitische Wirkstoffe, dem Futter der Tiere beigegeben, machen es möglich: Sie machen immer noch Insekten und Würmern den Garaus.

Zurückhaltend geht man in manchen Ställen offenbar mit solchen Stoffen nicht um. Antibiotika werden nicht nur eingesetzt, wenn Tiere krank sind, sondern schon vorbeugend: Ferkel, die zu einem anderen Unternehmer kommen, um dort gemästet zu werden, erhalten oft Antibiotika und andere Arzneimittel, damit sie den damit verbundenen Streß besser verkraften. Unter Umständen bekommen die umgesetzten Ferkel dann noch Kraftfutter, das antibiotische Substanzen erhält, damit sie schneller mehr Fleisch ansetzen. "Wir müssen davon ausgehen, daß das Verbot (entsprechende Zusatzstoffe einzusetzen) "nicht eingehalten wird", meint die Arbeitsgemeinschaft kritische Tiermedizin. Veterinär- und Humanmediziner an der Tierärztlichen Hochschule in Hannover berichteten auf einem Seminar, daß die deutschen Tierproduzenten 1993 198 Millionen DM für Antiinfektiva und Antiparasitika ausgaben, 10 Prozent mehr als im Vorjahr, 20 Prozent mehr als 1991. Die natürliche Widerstandskraft vieler Tiere ist durch Massentierhaltung und Züchtung auf schnellen Fleischansatz, hohe Milch- oder Legeleistung verlorengegangen. So muß dem Vieh in der Massentierhaltung mit immer mehr Mitteln gegen Milben, die sich auf dem Körper ansiedeln, oder Rundwürmer, die sich im Magen-Darm-Trakt vermehren, "geholfen" werden.

Tiere, die Antibiotika bekommen, dürfen nach dem Gesetz erst geschlachtet werden, wenn eine vorgeschriebene Frist verstrichen ist. Aber wer kann das zuverlässig kontrollieren ? Wiederholte Antibiotika-Gaben führen zur Resistenzbildung. Diese kann sich ausweiten, weil resistente Bakterien mit der Nahrung, aber auch mit den Fäkalien andere Tiere und den Menschen erreichen. Unerforscht ist, wie die entsprechend belastete Gülle auf dem Acker die Mikroorganismen verändert und im Wasser auf die Lebewesen einwirkt.

Franz Daschner, Leiter des Instituts für Krankenhaushygiene an der Uni Freiburg, machte folgende Rechnung auf: Etwa 50 Prozent aller Antibiotika, die man Nutztieren zuführt, werden unverbraucht und weiter wirksam ausgeschieden. Ein anderer Teil gelangt mit Fleisch, Fisch, Milch, Ei oder über Verunreinigungen der Nahrung an den Menschen. Dort können sie zur Resistenzbildun g bei bestimmten Bakterien führen, da Bakterien genetisch nicht besonders stabil sind. Sie können aber ihre Resistenz auf andere Bakterien übertragen. Das kann dazu führen, daß banale Infektionen gerade bei schwerkranken Menschen mit den üblichen Mitteln nicht mehr zu behandeln sind. Na, dann Mahlzeit!


25. Geburtstag

die Maus...


Atomtests in Franz.-Polynesien

ihre gesundheitlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen sind Thema eines Vortrages und Videos von Dr. Gabriel Tetiarahi, am Donnerstag, den 18.4. um 19 Uhr 30 im Alten Gymnasium am Theaterwall. Dr. Tetiarahi ist Vorsitzender des polynesischen Netzwerkes Hiti-Tau, des Zusammenschlusses von mehr als 30 Nichtregierungsorganisationen der Maori-Ureinwohner. Die Veranstaltung ist Teil einer Rundreise durch mehr als 30 deutsche Städte und wird organisiert von der bundesweiten Atomteststoppkampagne.


"Skandal um Dosi"

In welcher Form die Aktion "Total Tote Dose" verstärkt werden kann soll vom 10. bis 12. Mai im Göttinger Jugendumweltbüro auf einem bundesweiten Planungstreffen beraten werden. Im letzten November beteiligten sich bundesweit rund 80 Gruppen in größeren Städten an Aktionen zur Vermeidung der umweltschädlichen Einwegverpackung Getränkedose. Nicht nur die Dose steht im Kreuzfeuer der Kritik. Die zweifelhafte Verpackungs- und Verwertungspraxis soll beendet werden, so die Forderung.

Stattdessen schmetterten Umweltministerin Merkel und das Land Rheinland-Pfalz einen Dosenpfand von 10 Pfennig ab. Die Politiker verwiesen auf das Gesetz, das Schritte gegen Einweg vorsieht, wenn die Mehrwegquote unter 72% sinkt. Die Zahlen für 1995 werden jedoch erst im Mai bekanntgegeben.

Der Druck auf die Getränkedosenindustrie ist so groß wie nie vorher. Gute Chancen also für Aktionen. Nähere Infos beim JUB Göttingen, Güterbahnhofstr. 10, 37073 Göttingen, Tel.: 0551/487103


Totale Mondfinsternis

In der Nacht vom 3.4. auf den 4.4. kann man in Mitteleuropa ein Naturschauspiel beobachten: eine totale Mondfinsternis. Voraussetzung ist, daß der Mond nicht hinter den Wolken verborgen bleibt. Wie jedes beleuchtete Objekt, wirft auch die von der Sonne bestrahlte Erde einen Schatten. In diesen Schatten wird der Mond am 4.4. ab 0 Uhr 21 langsam eintauchen, bis er um 1 Uhr 27 darin "verschwunden" sein wird. Durch das Streulicht an der Erdatmosphäre ist er noch leicht erhellt, so daß man ihn noch erkennen kann. Am tiefsten im Schatten befindet er sich um 2 Uhr 10. Die ersten Sonnenstrahlen treffen um 2 Uhr 53 wieder auf die Mondoberfläche. Um 3 Uhr 59 wird der Erdtrabant den dunklen Schatten vollständig verlassen haben.

Die dann nächste (totale) Mondfinsternis ist am 27. September von 3 Uhr 12 bis 6 Uhr 36.


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