Oldenburger STACHEL Ausgabe 3/96     Seite 7
 
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In Ihrem Artikel
"Soldaten sind Mörder",

der in der Ausgabe 1/1996 Ihres Blattes veröffentlicht wurde, legen Sie eine Meinung dar, die ich so nicht akzeptieren kann und will.

"Tucholsky's banale Wahrheit, daß Soldaten nun einmal aufgrund ihres 'Handwerks' Mörder sind..." als Satz der Einleitung ist eine schamlose Frechheit und eine Lüge noch dazu, denn ich weiß nicht, ob Sie sich überhaupt schon einmal mit geltendem deutschen Recht intensiv beschäftigt haben. Hätten Sie das, dann würde Ihnen klar sein, daß Soldaten den eigentlichen Hauptauftrag haben "das deutsche Volk tapfer zu verteidigen". Hieraus ergibt sich sicherlich eine Legitimation, wenn es denn notwendig wird, u.a. auch zu töten. Beachtet man das Wort "töten", muß jedem eigentlich klar werden, daß dieses eine andere Schreibweise hat als das Wort "morden".

Allein daraus ergibt sich doch schon eine andere Bedeutung der einzelnen Verben. Sieht man die Sache rechtlich, dann wird auch klar, daß hier ebenso eine jeweils eigene Interpretation der einzelnen Handlungen vorgenommen wird, und man doch voneinander trennen sollte.

Auf Ihren eigentlichen Artikel will ich gar nicht erst eingehen, da erstens meine Ausführungen zu lang werden würden und zweitens, ich es erschütternd finde, daß es in unserem Rechtsstaat, in dem ich als Einzelner z.B. gem. Art. 19 GG Rechtsschutzgarantie besitze, auch als Staatsbürger in Uniform, möglich ist, solche Lügen und Unwahrheiten öffentlich zu verbreiten.

Sie, Herr Andreas Speck, hätten sich das Urteil des BVG eventuell doch besser lesen und begreifen sollen, dann wäre ihnen auch nicht eingefallen, den Satz am Ende Ihres Artikels: "Soldaten sind Mörder!" zu bringen. Denn gemäß dem Urteil des BVG hätten Sie doch auf den Verfasser dieses Zitats, nämlich den Herrn Kurt Tucholsky, hinweisen müssen.

Auf alle Fälle werde ich auch noch einen Rechtsanwalt beauftragen, diesen Artikel auf Rechtmäßigkeit im Sinne unserer geltenden Gesetze zu überprüfen.

Steften Ziems


Diese Veröffentlichung unterliegt dem Impressum des Oldenburger Stachel. Differenzen zur gedruckten Fassung sind nicht auszuschließen.
Nachdruck nur mit Quellenangabe, Belegexemplar erbeten.

 

 
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