Oldenburger STACHEL Ausgabe 5/96     Seite 9
 
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Inhalt dieser Ausgabe
 

Die Themen:


Radio Aktiv lizensiert

Die Niedersächsische Landesmedienanstalt lizensierte am 29.4. den ersten nicht-kommerziellen Lokalsender. Radio Aktiv wird in einigen Monaten die Region Hameln/Pyrmont auf 100,0 MHz mit aktuellen Informationen versorgen.

In Hannover, Göttingen, Braunschweig, Wilhelmshaven und Uelzen soll es ebenfalls Lokalradios geben. Ihre Lizensierung steht noch aus, da es dort mehrere Bewerber gibt. Neben den Initiativen, die sich für einen freien und unkommerziellen Rundfunk einsetzen, haben sich andere organisiert, die im wesentlichen von Verlegern und anderen gewinnorientierten Organisationen und Firmen betrieben werden. Sie versuchen, die "freien Radios", die sich im Interssenverband INGEHN zusammengefunden haben, vom Informationsmarkt zu drängen.

Bereits in der Vorauswahl der Sendegebiete kickte die Medienanstalt drei ungenehme INGEHN-Lokalradioinitiativen aus dem Rennen: In Holzminden Radio Eckenbrecher, in Schaumburg Radio Schaumburg und in Oldenburg Radio Oldenburg. Hier spielten die Interessen der NWZ ein, wir berichteten.

Oldenburg wurde mit dem Offenen Kanal für Hörfunk und Fernsehen bedacht, der in einigen Monaten senden wird. In Schaumburg und Holzminden dagegen wird es weiterhin im Äther rauschen.


Erst blechen, dann studieren

In Niedersachsen müssen Studienanfänger ab dem Sommersemester 1997 für die Immatrikulation 100 DM bezahlen. Dieses gab das Ministerium für Wissenschaft und Kultur bekannt. Auch die Universität Oldenburg sei von der Immatrikulationsgebühr überrascht, teilte uns die Pressestelle der Uni mit. Erlasse gebe es bisher dazu zwar noch nicht, aber die Entscheidungen dazu dürften gefallen sein, war die Einschätzung des Sprechers.

Derweil gibt es Studentenproteste an den Berliner Universitäten. Dort wird die Gebühr als erster Schrott zur Einführung von Studiengebühren gesehen. Ob auch in Niedersachsen eine Protestwelle beginnt, war uns zu Redaktionsschluß noch nichts bekannt.


Uni baut an

An der Uni Oldenburg gibt es zur Zeit eine verstärkte Bautätigkeit. Neben dem Hörsaal G des alten Gebäudekomplexes entstehen zwei Anbauten für die Psychologie, und der Parkplatz zwischen Ammerländer Heerstraße und AVZ wurde für den Bau des neuen Hörsaalkomplexes vorbereitet. Dieser soll teilweise von einem Investor finanziert werden, der auf der anderen Straßenseite des Uhlhornsweges ein Hotelkomplex mit Ladenzeile bauen soll. Diese jahrealten Planungen scheinen bei der (verfaßten und nicht-verfaßten) Studierendenschaft auf massives Desinteresse zu stoßen, so daß die Uni kaum Probleme haben wird, ihre Vorstellungen durchzuziehen (sollte mich nicht wundern, wenn sie vorsichtshalber trotzdem in den Sommerferien mit Grundsteinlegung und dem abholzen der Bäume für das Hotel beginnt, d.fiese S.)

Ein weiteres Bauvorhaben, an dem die Uni beteiligt ist, ist das Technologiezentrum nördlich des Küpkersweges. Umweltverbände sind der Ansicht, daß durch den Bau wichtige Naturräume verloren gehen.


Atomtest in USA

Am 18.6. will die US-Regierung in der Wüste Nevada einen Atomwaffentest durchführen. Bei allen bisherigen Tests sei, so gaben die US-Behörden im Rundfunk bekannt, keine erhöhte Radioaktivität gemessen worden. Die Meßstellen wurden vorher vorsorglich abgeschaltet.


AIDS-Prävention für Drogen-Benutzer

Am Montag, 29. April hat die Oldenburger AIDS-Hilfe im Rahmen ihrer 10-Jahres-Feierlichkeiten eine groß angelegte Präventionskampagne für Drogengebraucher gestartet. Unter dem Motto "Noch eine (Spritze) ist deine" soll erneut und eindringlich auf die Ansteckungsgefahr durch den Gebrauch von Spritzen aufmerksam gemacht werden, die bereits von anderen benutzten wurden.

Unmittelbar an den Orten der Oldenburger Drogenszenen werden seit dem 29. April einen Monat lang, jeweils montags, Mitarbeiter der AIDS-Hilfe Spritzen verteilen und gebrauchte Spritzen einsammeln. Informationsmaterial und Kondome werden ausgegeben und Beratung vor Ort angeboten.

Die AIDS-Hilfe will mit der Aktion ein Problembewußtsein für AIDS und die Gefahren der herrschenden Drogenpolitik schaffen. Es wird auch darüber aufgeklärt, daß nicht nur der HI-Virus, sondern auch Erreger für Hepatitis B und C über gebrauchte Spritzen übertragen werden können.


Ohne Moos nix los...

... auch bei denMädchen-Kulturtagen 1996!

Diese plant der Arbeitskreis Mädchenarbeit in Oldenburg auch für dieses Jahr. Unter dem Motto: "Bewegt, was Euch bewegt!" sind im September im PFL eine Reihe von Workshops mit Maskenbau und -spiel, Trommeln, Rap-Gesang, Wen-Do, Bauchtanz und Tonskulpturenbau geplant, dazu ein Fest und die Aufführung einer Mädchentheatergruppe aus Braunschweig zum Thema: "Meine beste Freundin".

Als Stolperstein erweist sich nun die Ablehnung des Finanzierungsantrages durch das Landesjugendamt. Letztes Jahr wurden die Mädchen-Kulturtage noch mit 3.500 DM vom Jugendamt Oldenburg, Frauenbüro, der Ev. Kirche und über Teilnehmerinnenbeiträge aufgebracht. Die Mädchen-Kulturtage 1995 waren ein voller Erfolg - über 100 Mädchen nahmen an den einzelnen Workshops und am Abschlußfest im Cadillac teil. Daß diese Tage nur mit viel Initiative, Arbeits- und Zeitaufwand von engagierten Frauen des Arbeitskreises Mädchenarbeit durchgeführt werden konnten, dürfte klar sein. Aber ganz ohne Moos ist eben doch nichts los. Deshalb müssen für die Mädchenkulturtage 1996 6 000 DM aufgebracht werden. Damit es auch dieses Jahr wieder Mädchen-Kulturtage in Oldenburg gibt, ist der Arbeitskreis Mädchenarbeit dringend auf Spenden und Sponsorinnen angewiesen!

Aktuelle Informationen zum Stand der Mädchen- Kulturtage 1996 sind bei Kornelia Ehrhardt / Frauenbüro (Tel. 235 2421) zu erhalten.


Aktion zur Revision

Das AKW bleibt aus!

Der Arbeitskreis Wesermarsch lädt alle Anti- Atom-Initiativen und Einzelpersonen zum Vorbereitungstreffen für ein Aktionswochenend e vom 26.-17.7.96 während der Revision beim AKW Esenshamm ein. Der Arbeitskreis trifft sich am 1.6.96 um 14.30 Uhr in Brake in der Begegnungsstätte Schulstraße gegenüber der alten Post.

Bisherige Konzeptvorstellungen sehen vor, daß es von Freitag, den 26.7. 16 Uhr, bis Sonntag, den 28.7. 16 Uhr in Kleinensiel oder in der Nähe ein angemeldetes Anti-Atom-Camp geben soll. Auf der dafür vorgesehenen Zeltwiese sollen Wasseranschluß und Klo hergerichtet und die Essensversorhung gewährleistet werden. Für Samstag ist eine Demo zum Haupttor des AKW geplant, das ganze Wochenende soll es Präsenz und Aktionen vor dem Haupttor geben, einschließlich Frühstück, Kaffee, Kleinkunst, Musik... Der Sonntag soll mit einer Abschlußkundgebung beendet werden. Darüberhinaus sind alle Gruppen eingeladen, an Nebentoren eigene Aktionen zu veranstalten oder auch sonst bunt und vielfältig aufzufallen. Falls eine Dauerpräsenz vor den Toren unmöglich sein wird, bieten sich andere Aktionsformen wie Go ins, Bummelblockaden, Straßenquerungen oder Aktionen an der Weser oder sogar auf der Weser an. Alles hängt davon ab, wie viele und wer am Vorbereitungst reffen und am Wochenende teilnehmen.


Frauen-Selbsthilfegruppe:

Überleben ist nicht genug

Wenn das meiste geschafft ist, wenn die Erfahrung, sexuelle Gewalt in der Kindheit erlitten zu haben, in den Hintergrund rückt... Wenn Du Dich mit anderen Frauen über das Aufgeben von destruktiven (Über- )Lebensmustern austauschen möchtest... Wenn für Dich das Heute, die Gegenwart und die Zukunft im Mittelpunkt stehen...

... dann melde Dich bitte bei Wildwasser, Tel. 0441/16656. Erstes Treffen: Dienstag, 18.6.96, 20 Uhr, Kaiserstraße 19, 26121 Oldenburg.


Politisches Sommercamp in Polen

DFG/VK bietet Workshops zur aktuellen politischen und ökologischen Lage in Polen an. Sie finden vom 19.7. bis zum 4.8.96 in Wolimierz nahe der deutsch-polnisch- tschechischen Landesgrenze statt (Kommunikation auf Englisch) . Dort besteht außerdem die Möglichkeit, vielfältige Kontakte mit Polen und Menschen aus anderen Ländern zu knüpfen, u.a. zu einer internationalen KünstlerInnengemeinschaft.

Wer Interesse an diesem oder anderen Workshops des DFG/VK hat (Minden, Juli: Zur aktuellen Politik der EU; Eldagsen, Ende Mai: Anders leben, anders arbeiten; Minden, Juni: Kriegsdienstverweigerung; Detmold, Juni: Verdeckte Frauengeschichte; Oberhausen, Ende Mai: Multimedia nutzen, Inhalte transportieren...u.a.), wende sich an DFG/VK Bildungswerk, Braunschweiger Str. 22, 44145 Dortmund, Tel. 0231/818032, Fax 0231/818031.


Stadtteilauto findet Zuspruch

Auf der letzten Mitgliederversammlung wurden erfreuliche Nachrichten kundgetan: Die Zahl der aktiven Nutzerinnen und Nutzer nähert sich der 100er Grenze, der siebte Wagen wurde angeschafft, ein neunsitziger Kleinbus. Außerdem mußte eine Teilzeitkraft eingestellt und es konnte im Umwelthaus ein Raum angemietet werden. Damit verknüpft sich eine neue Adresse, die Aktion Stadtteilauto ist jetzt zu erreichen unter: StadtTeilAuto, Umwelthaus im PFL, Peterstr.3, 26121 Oldenburg; Telefon: 15878


CSD 96

Unter dem Motto "Wir können auch anders!" bekennen zahlreiche schwule und lesbische Gruppen und Vereine aus der Region Weser-Ems vom 1. bis zum 23. Juni Farbe. Mit über vierzig Veranstaltungen soll die ganze Palette lesbischer und schwuler Problematiken abgedeckt werden. Den Abschluß bildet eine große CSD- Demo/Parade, die am 22. Juni am Oldenburger Hauptbahnhof um 12 Uhr starten soll. Im Anschluß beginnt ein großes lesbisch-schwules Kulturfest auf dem Schloßpaltz.

Das Programm kann angefordert werden bei: CSD 96 -Organisation, c/o Rosige Zeiten, Postfach 3804, 26028 Oldenburg


Wildwasser im PFL

Am Montag, dem 10.6. findet um 19.30 Uhr im PFL an der Petersraße eine Veranstaltung des Vereins gegen sexuellen Mißbrauch an Frauen und Mädchen - Wildwasser, statt. Schwerpunkte der Veranstaltung sind die Begriffsklärung von sexuellen Übergriffen in Therapie und Beratung, die Beschreibung typischer Dynamiken und Stadien sowie die Darstellung der oftmals schwerwiegenden Folgen für die Klientinnen. Aufgezeigt werden außerdem Möglichkeiten, der Situation aktiv zu begegnen. Die Veranstaltung richtet sich an Beraterinnen, Therapeutinnen, Betroffene und interessierte Frauen.


Kuba-Fete

Am 7.6. findet ab 20 Uhrim Alhambra eine Kuba-Solidaritätsparty mit Diavortrag sowie der Gruppe "Sonoc de las Tunas" statt. Der Erlös der Veranstaltung geht an dasKinder- und Jugendrehabilitationszentrum in Mantanzas und an die Aktion "Ein Bleistift und ein Schulheft für alle cubanischen SchülerInnen und Studierenden".


Togo-Night

Am 1. Juni startet in den Räumen der Tanzschule Manfred & Monika Ackermann, Nadorster Str. 77, eine Togo-Night mit Musik und Informationen statt. die Veranstaltung findet statt, weil vor dem Oldenburger Verwaltungsgericht entsprechende Asylverfahren fast immer negativ entschieden werden und die Togolesen in permanenter Angst vor Abschiebung leben müssen. Für FLüchtlinge (Nachweis!) ist der Eintritt vergünstigt, regulär beträgt er 5 DM.


Historischer Markt in Neuenburg

Vor der historischen Kulisse des Neuenburger Schlosses erwartet die Besucher Neuenburgs ein denkwürdiges Ereignis. An den Wochenenden von Ende Juni bis Mitte Juli findet das Neuenburger Sommerspektakel statt, eine Mischung aus Theater und Volksbelustigung. Stunden vor der Theateraufführung "Elisabeth von Ungnad", einem historischen Stück um die Ereignisse zwischen Graf Anton Günther und Elisabeth zu Zeiten des dreißigjährigen Krieges, findet ein historischer Markt statt. Weitere Informationen erteilt das Fremdenverkehrsbüro Neuenburg unter den Nummern 04452/1301 und 04452/7292.


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