Oldenburger STACHEL Ausgabe 10/97     Seite 7
 
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Techno-Museum

Im Sommersemester wurde in der Universität Oldenburg, genauer im FB Musik, eine Idee geboren, welche diesen Herbst ihre Erfüllung fand: "Das Techno-Museum".

Dieser Begriff riecht stark nach staubigen Artefakten, mit erfülltem Zweck und ohne weiteren Sinn, beinhaltet aber genau das Gegenteil.

Wie viele wissen sollten, haben heutige Universitäten vorrangig den Zweck, kein Geld auszugeben. Hierdurch ist es möglich, daß man an diesen Zentren durchaus noch Geräte aus den frühen Tagen dieses Jahrhunderts finden kann. So auch fast zutreffend im Fachbereich Musik. Die dort noch anzutreffenden analogen Synthesizer sind zwar in keinem Geschichtsunterricht zu finden, in der Technoszene haben sie jedoch gefragten Seltenheitswert und Kultstatus. So entstand die Idee, diese alten Geräte wieder auszumotten und in Verbindung mit einer modernen Groovebox (RaveOLution309) neu auferstehen zu lassen.

Dieses Konzept fand bei den Beteiligten riesigen Anklang, wobei Tobias Apel (Mitglied der "Museums-Techno-Crew") als besonders empfand, daß dadurch an der Uni auch zeitgenössische Musik gemacht würde. Endlich einmal nicht nur über Beatles und Bach zu sprechen, sondern auch dieses Gebiet zu behandeln habe unter anderem den absoluten Vorteil, über die Musik der zukünftigen eigenen Schüler bescheidzuwissen. Neben Studenten lege er durchaus auch Lehrenden nahe, sich das ganze einmal genauer anzusehen. Die Crew besteht momentan aus sechs Studenten und zwei Lehrenden.

Begeisterung triggerte den Auftritt

Aufgrund der Begeisterung fand schon am Mittwoch, den 8. 10. um 22.03 Uhr ein Auftritt des Techno-Museums statt: Das wohl erste Synthesizerorchester. Die Groovebox und ein weiterer Computer (mit Cubase) bildeten das Herzstück und triggerten auf Wunsch die analogen Synthesizer. Über Cubase wurde außerdem eine Lichtanlage samt Stroboskopen direkt zur Musik gesteuert. Eine kurze Erklärung:

Die Groovebox ist ein spezieller Computer, mit welchem Massen von gespeicherten Grooves, Patterns und Motiven (ganz vereinfacht ausgedrückt "Musikfetzen") beliebig verändert und zu Stücken kombiniert werden können. Cubase ist ein Musikprogramm, in diesem Falle um das "Oldenburger Brainlab" erweitert, welches ein Programm ist, das direkt zur Musik ein komponieren von Lichteffekten erlaubt. Triggern bedeutet hier, daß die Daten des Stückes aus der Groovebox / vom Computer zu den Synthesizern übertragen werden und von diesen als Grundgerüst verwendet werden können. Stroboskope sind "spezielle grell blitzende Lampen".

Durch diesen Aufbau war es möglich, daß die einzelnen Teilnehmer sowohl auf Grundlage der vorgefertigten Grundkompositionen, als auch davon losgelöst ihren Part improvisieren konnten. Der ganze Abend wurde ein voller Erfolg. Solch ein Erfolg, daß schon über einen zweiten Auftritt nachgedacht wird. Interesse ist jederzeit wilkommen, auch wenn jemand selber teilnehmen will - nur mit Ambitionen oder auch noch eigenem Gerät wie Turntables _ Das Projekt wird an der Universität Oldenburg von Prof. Wolfgang Martin Stroh begleitet.

Eric und Andre


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Nachdruck nur mit Quellenangabe, Belegexemplar erbeten.


 

 
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