Oldenburger STACHEL Ausgabe 11/97     Seite 10
 
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Inhalt dieser Ausgabe
 

Die Themen:


Eurofigher NEIN!

Das Kriegsgerät Eurofighter 2000 ist ein Fossil des Kalten Krieges. Seine Kosten sind untragbar. Sie steigen mit großer Wahrscheinlichkeit. Mit den verschwendeten Steuergeldern könnten in den beteiligten Ländern Europas im zivilen Sektor, im sozial-, Bildungs- und Pflegebereich mehr als doppelt soviele Arbeitsplätze geschaffen werden. Wir wollen keine europäische Hegemonial- und Militärpolitik, sondern inneren und äußeren Frieden mit sozialier Sicherheit. Weitere Informationen: Donnerstag, 20.11., 18h, Kaiserstr. 19 (ALSO). Kontakt: DFG-VK, Postfach 3362, 26023 Oldenburg, Telefon: 04407/424 oder Arbeitskreis Friedenswoche, Dienstags 20h, Peterstr. 27


Spannendes, neues Theater

Seit knapp drei Monaten schreibt die Altentheatergruppe "Wellenbrecher" an ihrem neuen Stück "Lügen haben kurze Beine". Mit ihrem Stück "Alte raus!", in dem eine "Welt ohne Alte" die scheinbare lösung aller Probleme ist, sind sie zur Zeit wieder auf Tournee. Die nächsten Vorstellungen sind am 16.11. um 15h im Jungen Theater Whv und am 19.11. um 15h in Warsingsfehn. Näheres dazu, und über die Möglichkeit, weitere Auftritte zu vereinbaren, gibt es bei Angelika Heinich, Leiterin des Altentheaters der Landesbühne Niedersachsen, Tel.: 04421/940148.

Für die seit knapp acht Jahren existierende Gruppe der "Wagemutigen" dagegen hat sich jetzt der Pflegenotstand fatal ausgewirkt: Sie besteht jetzt nur noch aus den BewohnerInnen des "Heimes am Wall"; die betreuerische Unterstützung für die Proben durch das Altenheim in der Hermann-Allmers-Straße in Emden kann nicht mehr gewährleistet werden.


Deportation from Germany

Was passiert mit Menschen, die abgeschoben werden? Ali Zahedi hat sich im Sommer 1997 auf die Reise gemacht, um dies herauszufinden. Sein Film zeigt den Flughafen von Sarajewo; die offiziellen Vertreter, die versuchen, mit Listen von Abgeschobenen das Chaos zu verwalten; das Auffanglager, als Zwischenstation gedacht und doch Endstation vieler Hoffnungen. Er zeigt Sarajewo. Die Zerstörung nach Jahren des Krieges. Die Minensucher, in dem Bemühen, das Chaos des Krieges "aufzuräumen". Und der Film zeigt Menschen. Im Lager, in Wartestellung, wie in Deutschland - nur jetzt "zu Hause".

Der Film wurde dreimal in Oldenburg aufgeführt, weitere Informationen unter Telephon und Fax: 0441/12180.


Stoppt den Wesertunnel!

Mit einem eindringlichen Appell, die vorgesehene milliardeninvestition in den Wesertunnel zu unterlassen, wendet sich der Verkehrsclub Deutschland (VCD) an die im Bundestag vertretenen Parteien. In Bonn werde erst Ende November endgültig über die Finanzierung des Straßenbauprojektes entschieden. Noch sei es also möglich, den "völlig unnützen" Tunnelbau zu stoppen.

"Es ist ein unglaublicher Skandal, daß angesichts immer neuer Bonner Haushaltslöcher, steigender Rentenbeiträge und der schleichenden Demontage in der Sozial- und Bildungspolitik ausgerechnet eine einzige Tunnelröhre für den Straßenverkehr mit Milliardenaufwand zu Buche schlägt!", kritisiert der niedersächsische VCD- Landesvorsitzende Hans-Jürgen Pienak aus Süllwarden. Besonders bitter sei nach Angaben Pienaks die Tatsache, daß für den Ausbau des umweltfreundlichen Nahverkehrs als bessere Alternative zum Straßenbau dringende Investitionen, etwa in die Strecke Nordenham-Bremen, zurückgestellt werden.

Enttäuscht ist der VCD von den örtlichen SPD-Bundestagsabgeordneten Margitta Terborg und Annette Fasse. Beide hatten wiederholt in der Öffentlichkeit versucht, die hohen Investitionen als "Wettbewerbsvorteil" für die Region zu verkaufen.


Reduzierte Telephonzeiten bei Wildwasser

Der Verein Wildwasser, Beratungsstelle gegen sexuellen Mißbrauch an Mädchen, sieht sich gezwungen, aufgrund der drastischen Kürzung der städtischen Zuschüsse die Telephonzeiten der Beratungsstelle ab 1.11. wie folgt zu reduzieren: Mo. u. Di. 9-11h, Mi 15.30-16.30h und Do. 14-16h. Jeden 1. Mittwoch im Monat offene Informationsabende 16.30-17.30h.

Als weitere Konsequenz aus der schwierigen Finanzsituation der Beratungsstelle mußten bereits Präventionsangebote, offene Mädchengruppen und Wen-Do-Kurse abgesagt werden.

Die Telephonzeiten bieten betroffenen Mädchen und deren Bezugspersonen die Möglichkeit, Informationen zu erfragen und den ersten Kontakt zu Mitarbeiterinnen aufzunehmen. Die Präventionsangebote für Mädchen sind ein wichtiger Baustein des Gesamtkonzeptes der Beratungs- und Aufklärungsarbeit von Wildwasser.

Zu befürchten ist, daß durch die bisherigen und beabsichtigten weiteren Kürzungen das Angebot an Hilfe und Unterstützung für von sexueller Gewalt betroffene Mädchen ausgehöhlt wird.


Asyl ist Menschenrecht!

Unter diesem Motto ruft das Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V. dazu auf, am Tag der Menschenrechte, dem 10. Dezember, in möglichst vielen Lebens- und Arbeitsbereichen über die Situation von Flüchtlingen, deren Ausgrenzung, Abschiebung und Abweisung an den Grenzen der Bundesrepublik Deutschland erneut öffentlich zum Thema machen. Dazu soll Anfang Dezember der Aufruf mit einer Liste der Unterzeichner und Unterzeichnerinnen in einer Anzeige in einer überregionalen Zeitung veröffentlicht werden. Wer bei der Finanzierung helfen oder näheres erfahren möchte, wende sich an das Komitee für Grundrechte, Bismarcckstr. 40, 50672 Köln, Tel. 0221/523056.


Oldenburg 2000 lädt ein

Am 17. November lädt das Aktionsbündnis Oldenburg 2000 zu einem Gespräch mit Politikern ein. Zu diesem Aktionsbündnis haben sich Oldenburge Initiativen aus dem Sozial-, Selbsthilfe- und Bildungsbereich zusammengeschlossen, da sie um den Fortbestand ihrer Arbeit bangen müssen. Die aktuellen Verlautbarungen über den Haushalt für 1998 lassen noch Schlimmeres erahnen. Das Gespräch mit den Politikern findet um 20 Uhr im Arbeitslosenzentrum in der Kaiserstr. 19 statt.


10 Jahre Seifenblasen

Zur Feier des 10jährigen Jubiläums fiandet am 15. November nachmittags im Haus der Jugend, von Fink Str. 3, ein großes Ehemaligentreffen statt. Eine große öffentliche Variet'evorstellung mit namhaften Artisten beginnt um 20 Uhr in der Aula des Gzmnasiums Eversten. Karten können im Vorverkauf in der CvO-Buchhandlung in der Uni erworben werden.


Verschlechterungen im Fahrplan

Der oldenburger Kreisverband des Verkehrsclub Deutschland (VCD) kritisiert die Verschlechterungen im Winterfahrplan der VWG. Auf den Linien 1, 2, 3, 9 und 14 verkehren die Busse nicht mehr im 15Minuten-Takt sondern alle 20 Minuten. Das ist eine Verringerung des Busangebotes um 25%, also eine deutliche Verschlechterung.

Die VWG hat mehr Fahrten an Subunternehmer abgegeben. Diese Fahrten werden überwiegend mit Bussen durchgeführt, die von der VWG ausgemustert wurden. Die Leidtragenden sind die Fahrgäste einiger Linien (4, 6, 15 und 17). Der VCD fordert von der VWG eine Wende in ihrer Unternehmenspolitik, da sonst eine Abkehr vonm Bus auf andere Verkehrsmittel vorprogrammiert ist. Es ist bereits 5 Minuten nach 12.


Das SMart Info-Telefon

Ab sofort ist SMart Bremen/Oldenburg auch telefonisch erreichbar. Über das Infotelefon mit der Nummer 0177-4441925 können sich Interessierte nach Aktivitäten und Terminen erkundigen oder auch Fragen über das Thema Sadomasochismus stellen. Das Telefon ist zunächst jede Woche Donnerstags von 19 bis 21 uhr geschaltet. SMart bietet überdies jeden dritten Sonntag in Bremen einen SMart-Brunch an, an jedem vierten Freitag im Monat findet in Oldenburg der SMart-Stammtisch statt und an jedem vierten Mittwoch im Monat trifft sich der SMart-Stammtisch der Frauengruppe. Die Orte werden schriftlich nach Einsendung eines frankierten Rückumschlages an SMart Oldenburg/Bremen e.V., Postfach 1925, 26009 Oldenburg, mitgeteilt.


Kampagne BRD ohne Armee

In den Jahren 1989-90 entstand die Idee, eine Kampagne "BRD ohne Armee", B.o.A., ins Leben zu rufen. Die Namensgebung war an der Schweizer Kampagne "GSchoA" - Gruppe für eine Schweiz ohne Armee - orientiert. Initiator war die Deutsche Friedensgesellschaft, Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen DFG-VK. Die DFG-VK will die Menschen so für das langfristige Ziel der Abschaffung der Bundeswehr gewinnen. Über die Kampagne kann sich mensch im B.o.A.-Rundbrief informieren, zu bestellen bei DFG-VK, Alte Allee 48, 81245 München, Tel. 089-8342693. Dort gibt es auch nette Aufkleber, die z.B. eine alte bewegte Diskussion über die Rolle von Soldaten (Tucholsky!) auch in eurem Umkreis wieder aufleben lassen können.

Der DFG-Jugendclub Courage, Postfach 1426, 24904 Flensburg, hat eine interessante Broschüre über die Aktivitäten von Nazis in der Bundeswehr erstellt. Sie ist für 2,-DM in Flensburg zu bestellen.

Wer Näheres über antifaschistische und antirassistische Arbeit erfahren will, informiere sich in der neuen Zeitschrift "Enough is enough!", Zeitung für antirassistische und antifaschistische Politik und Kultur in Schleswig-Holstein. Zu haben ist sie bei der "alternative", Willy-Brandt-Allee 9, 23554 Lübeck; telefonisch ist sie beim Antifa- Telefon des Lübecker Bündnisses gegen Rassismus Nr. 0451-7020748 zu bestellen; ein Abo für 4 Ausgaben kostet 20 DM.


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