Oldenburger STACHEL Ausgabe 10/98     Seite 12
 
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1848 - da war doch was ... ?

Erst 150 Jahre danach, und doch fast in Vergessenheit geraten sind die Ursprünge der demokratischen Bewegungen. Was haben Namen wie Georg Herwegh, Heinrich Heine und viele mehr mit dem demokratischen Widerstand von heute zu tun? Wem sagen heute Emma Herwegh, Malwida von Meysenburg, Louise Aston und Louise Otto-Peters etwas? Licht in das Dunkel zu bringen ist die von Ulrich Hartig und anderen konzipierte Veranstaltungsreihe zu Vormärz und Revolution von 1848.

Dort sollen die Karikaturen nach Aufhebung der Pressezensur im März 1848 ebenso ins Leben geholt werden wie die Bedeutung des Kommunistischen Manifests für die heutige Zeit bedacht und Aktivitäten der Frauen in Vormärz- und Revolutionszeit dargestellt werden.

Neben Ausstellung und Vorträgen sind auch ein gemeinsames Theaterprojekt der Kulturetage und des Unitheaters geplant sowie eine Vorlesungsreihe des Historischen Seminars der Carl von Ossietzky Universität.

Die Veranstaltungen für den Oktober bis Anfang November:

Ausstellung "Parodie und Pathos".

Die Aufhebung der Pressezensur in den meisten deutschen Staaten löste in den ersten Märztagen 1848 einen publizistischen Dammbruch aus. Eine Flut von neuen Zeitungen, Flugschriften und Broschüren ergoß sich über das Land (Zeitungsflut war damals noch etwas anderes als heute, d.Tipperlein) und nicht zuletzt die politische Druckgrafik hatte Hochkonjunktur - ein wahres Karikaturenfieber griff um sich. Zielscheiben des grafischen Spotts waren die Repräsentanten der alten Macht - regierende Fürsten, Militär, Klerus -, aber ebenso die radikalrepublikanischen Revolutionäre, der dümmliche Spießbürger und nicht zuletzt das Frankfurter Paulskirchenparlament und seine Abgeordneten.

Landesbibliothek, Sa 19.9. - 31.10. Mo-Fr. 11-17 Uhr, Sa 9-12 Uhr

Vortrag von MdB Prof. Dr. Uwe-Jens Heuer:

"Die Verfassung mit dem Ludergeruch der Revolution"

Warum die Paulskirchen-Verfassung scheiterte

Das Hauptwerk der ersten deutschen Nationalversammlung war eine Verfassung, die sich trotz aller Unzulänglichkeiten sehen lassen konnte. Der Adel, die Fürsten und Grafen waren dagegen. Es war das "Schmettern des gallischen Hahnes", wie Karl Marx die Pariser Februarrevolution nannte, das der Debatte den richtigen Schwung gab. Das Bündnis von preußischem Junkertum und Bourgeoisie in Deutschland brachte das mühsam erstrittene Ergebnis der Nationalversammlung aber wieder zu Fall. Wie es dazu kam, welche Fehler die demokratischen Kräfte machten und welche Schlußfolgerungen für heute zu ziehen sind, wird der Referent erörtern.

Do, 22.10., 20 Uhr, Fachhochschule, Ofener Str. 16

Ausstellung im Zentrum für Frauengeschichte, Industriestr. 1 (alte FleiWa)

1848 - Aufbruch der Frauen?

Zu den Emanzipationsbestrebungen in Vormärz und Revolution

Ob als Freischärlerin, Demokratin, Journalistin - vielfältig war das Engagement der Frauen in den revolutionären Jahren 1848/49 in Deutschland. Neben einer Chronologie der Ereignisse werden die Aktivitäten in der Vormärz- und Revolutionszeit dargestellt und Aktivistinnen porträtiert: so u.a. die Revolutionärin Emma Herwegh, Malwida von Meysenburg, die Schriftstellerin Louise Aston und die Frauenrechtlerin Louise Otto-Peters. Die 48erinnen übten Kritik an den bestehenden Verhältnissen und erhoben ihre Stimmmenfür eine Emanzipation der Frau. In welche Richtung ihre Forderungen gingen, wird anhand der Themenfelder Bildung, Erwerbstätigkeit, Ehe und Politik gezeigt.

Die Ausstellung ist konzipiert vom autorencafe der werkstatt und dem Archiv der deutschen Frauenbewegung Kassel.

Gefördert mit Mitteln der Bertha-Ramsauer-Stiftung Oldenburg

Eröffnung am Sonntag, 8. November, 11 Uhr

geöffnet bis Sonntag, 29. November

Di, Mi, Do 10-12 Uhr, Mi u. So 14-17 Uhr

Video von Claudia von Alemann im Zentrum für Frauengeschichte, Industriestr. 1 (alte FleiWa) Di 10.11., 20 Uhr

"Das nächste Jahrhundert wird uns gehören" Zur Geschichte der deutschen Frauenbewegung, 1830-1848, Teil 1

(Kathinka Zitz, Mathilde Franziska Anneke, Louise Aston und Louise Otto-Peters)

Video von Claudia von Alemann im Zentrum für Frauengeschichte, Industriestr. 1 (alte FleiWa) Di 17.11. 20 Uhr

"Wir wollen lieber fliegen als kriechen" Zur Geschichte der deutschen Frauenbewegung, 1848-1860, Teil 2

(Kathinka Zitz, Mathilde Franziska Anneke, Louise Aston und Louise Otto-Peters)

Gerold Korbus


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