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Umwelthaus Oldenburg wird offiziell eröffnet

Zur Historie

Seit 1987 setzt sich eine kleine Zahl von aktiven Mitgliedern der Oldenburger Umweltszene für die Idee eines Umwelthauses in Oldenburg ein. Die ersten Aktivitäten in dieser Richtung wurden von Mitgliedern folgender Vereine und Gruppen ins Leben gerufen:

DNB, BUND, BSH, BI "Keine Straße durch die Bornhorster Wiesen" (jetzt BINSE), ADFC, VCD und Interessengemeinschaft "Grüne Lunge".

Die im März 1991 erfolgte Gründung des Vereins "Umwelthaus Oldenburg e. V." ist die Konsequenz jahrelanger Erfahrungen verschiedener Umweltgruppen in Oldenburg, die die drückende Raumnot bei Veranstaltungs- und Arbeitsräumen und die unerfreuliche Tatsache, daß häufig parallel und nebeneinander her statt zusammen gearbeitet wurde, endlich überwinden wollten. Durch die Begründung eines gemeinsam getragenen Umwelthauses sollten diese Defizite bei der umweltbezogenen Arbeit durch Kooperation beseitigt oder zumindest auf ein Minimum reduziert werden. Nur so konnte nach Meinung der Umwelthausgründer der Verschwendung geistiger und materieller Ressourcen Einhalt geboten werden.

Bis Mitte des Jahres 1993 waren dem Umwelthaus Oldenburg e. V. folgende Verbände als Mitglieder beigetreten:

ADFC Kreisverband Oldenburg, BSH, BUND - Kreisgruppe Oldenburg, Bürgerinitiative für Naturschutz und Stadtökologie (BINSE), Greenpeace Gruppe Oldenburg, Oldenburger Energierat, StadtTeilAuto, Die Verbraucherinitiative - Regionalgruppe Oldenburg - und VCD Kreisgruppe Oldenburg Stadt.

Danach traten noch der NABU - Bezirksgruppe Oldenburger Land, das Jugendumweltbüro (JUB) und der Verein Ökomarkt sowie die Volkshochschule Oldenburg dem Umwelthaus Oldenburg bei. Insgesamt 12 Umweltverbände, -vereine und Gruppen sowie die VHS Oldenburg gehören also dem Verein Umwelthaus Oldenburg als Mitglieder an.

Das stetige Engagement einer kleinen Zahl von Aktiven, die trotz der zu bewältigenden Schwierigkeiten das Ziel fest im Auge behielten, führte Ende letzten Jahres zu einem Teilerfolg: Nachdem die Vorstellungen des Vereins, ein komplettes Gebäude als Umwelthaus einzurichten sich als nicht realisierbar erwiesen hatten (obwohl dies sowohl von der Idee als auch vom Platzbedarf die erstrebenswertere Lösung darstellte), wurde auf das Angebot der Stadt Oldenburg zurückgegriffen, dem Verein Umwelthaus Räumlichkeiten im Nordflügel des PFL mietfrei zur Nutzung zu überlassen. Die Verwirklichung der Idee eines Umwelthauses mit einer Vorlaufzeit von nurmehr vier Jahren ist ein Erfolg, der am 12. November mit einer offiziellen Eröffnungsveranstaltung im Umwelthaus gebührend gefeiert werden soll.

Hierzu lädt der Vorstand des Umwelthaus Oldenburg e.V., vertreten durch den 1. Vorsitzenden, Dr. Hartmut Ludewig, alle Interessierten herzlich ein. Nach einem kurzen Grußwort durch die Vertreter der Stadt Oldenburg, die ganz wesentlich zu diesem Ereignis beigetragen hat, stellen sich bei einem kleinen Sektempfang mit Musik und Kleinkunst die Mitgliedsverbände des Oldenburger Umwelthauses vor. Von 11 bis 17 Uhr wird genügend Gelegenheit sein, das Umwelthaus mit seiner (bis dahin kompletten) Einrichtung kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Zur Organisation des Umwelthauses

Der Verein Umwelthaus erfüllt von seiner Grundkonzeption die Funktion eines Trägervereins für das Umwelthaus; er ist keine Dachorganisation der angeschlossenen Umweltverbände. Durch ihre Mitgliedschaft im Verein Umwelthaus können die Umweltverbände die Räumlichkeiten und die organisatorischen Möglichkeiten des Umwelthauses für ihre inhaltliche Arbeit nutzen.

Die Vertreter der Mitgliedsverbände haben einen Sitz im Beirat des Umwelthauses, der einmal im Monat zur Beratung zusammmen kommt. Über die gemeinsame Beiratstätigkeit können die Kontakte zwischen den einzelnen Mitgliedsverbänden vertieft werden, was der verbandsübergreifenden Zusammenarbeit im Umwelthaus Oldenburg zugute kommt.

Wichtig ist auch die Funktion, die das Umwelthaus als Ansprechpartner und Adresse für Bürger, Organisationen und Behörden, vor allem für die Vermittlung entsprechender Kontakte zu den Mitgliedsverbänden erfüllt. Für die erfolgreiche Abwicklung dieser koordinierenden und vermittelnden Aufgaben im Umwelthaus müssen hier vielfältige Informationen aus dem Tätigkeitsbereich der einzelnen Mitgliedsverbände zusammenlaufen.

Die zukünftige Arbeit im Umwelthaus

Der Verein Umwelthaus Oldenburg e. V. finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Zum 1. 6. dieses Jahres wurde eine BSHG Stelle für das Umwelthaus geschaffen, mit deren Hilfe die zeitaufwendige Verwaltung organisiert werden konnte. Diese notwendigen Arbeiten konnten bis dahin nur durch freiwilliges und ehrenamtliches Engagement erledigt werden.

Das anvisierte Ziel des Vereins Umwelthaus Oldenburg, auch Aufgaben im umweltpädagogischen Bereich durch die Schaffung einer ABM Stelle zu übernehmen, soll als nächstes in Angriff genommen werden.

Thomas Günther


Diese Veröffentlichung unterliegt dem Impressum des Oldenburger Stachel. Differenzen zur gedruckten Fassung sind nicht auszuschließen.
Nachdruck nur mit Quellenangabe, Belegexemplar erbeten.