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Umzug einmal anders

Stellt euch vor, Samstagmittag auf dem Wall, viele lärmende Autos und dazwischen ein bunter Haufen lustiger Leute, unterwegs mit voll beladenen Fahrradanhängern, Lastenrädern und ,Normalvelos". So sieht das nämlich aus, wenn das Jugendumweltbüro umzieht. Und zwar vom Umwelthaus im PFL in das Projektehaus K14 in der Karlstraße 14a.

Das Jugendumweltbüro(JUB) spricht junge Leute an, die im Umweltbereich aktiv sein wollen oder sich einfach informieren möchten. Daraus entstehen Aktionen, wie zum Beispiel die Schultour, wo wir uns vorgestellten und über Vollwert- und ökologisch bewußte Ernährung informierten. Außerdem beschäftigen wir uns mit den Themen Eine-Welt, Anti-Atom, Verkehr, Müll, Kinder -und Jugendarbeit ... . Das JUB bietet die Möglichkeit zum Treffen, Planen und Organisieren. Dafür wollen wir den Kontakt zu anderen Gruppen in Oldenburg herstellen. Das Projektehaus K14 erfüllte unsere Wünsche. Es beherbergt Gruppen, die zu unterschiedlichen Themen arbeiten, z.B. Kunst, Musik, Asylproblematik, Frauenprojekte und Umweltpolitik. Schließlich entschlossen wir uns zum Umzug.

So standen am Samstagmorgen eine Reihe Fahrradanhänger vor dem ,alten JUB" in der Peterstraße und wurden mit Schränken, Schreibtischen , Informationsmaterial Computer usw. schwer beladen; kurz mit der vollständigen Einrichtung des Jubs. Dann konnte es endlich losgehen. Mit klingelnden Fahrradglocken zog der bunt geschmückte Zug los von der Peterstaße zum Julius-Mosen-Platz. Über den Heiligengeistwall und die Heiligengeiststraße ging es weiter zum Pferdemarkt, wo wir eine Ehrenrunde drehten., was einige AutofahrerInnen besonders freute. Das drückten sie mit lautem Hupen aus. Von dort aus fuhren wir weiter in die Donnerschweerstraße und schließlich rechts in die Karlstraße 14a. Der Endspurt führte uns scharf links wagemutig übers Kopfsteinpflaster zu unserer neuen Heimat. Zum Abschluß feierten wir den Einzug mit Kaffee und Kuchen.

Im Projekthaus K14 veranstalten wir nun jeden letzen Donnerstag im Monat ein Ökocafé von 16 bis 22 Uhr. Schaut doch mal vorbei, um das JUB bei Kaffee und Kuchen kennenzulernen. Fast jeden Tag ist jemand von uns da. Ihr könnt also jeden Tag vorbeischauen.

Leider wurde die finanzielle Unterstützung für das Jugenumweltnetzwerk vom Umweltministerium auf weniger als die Hälfte zusammengestrichen. Viele Gruppen, Bundjugend, BSH, Naturschutzjugend, Deutsche Tierschutzjugend, Klinsch, SchülerInnen Aktion Umweltschutz , Deutsche Jugend für Naturbeobachtungen, E!ne Welt Jugend Netzwerk,JUBs und freie Umweltgruppen haben sich in diesem Netzwerk zusammengeschlossen. Um das Fortbestehen dieser Arbeit zu gewährleisten, ist auch 1996 eine Unterstützung durch das Umweltministerium von mindestens 180.000DM, für das gesamte Netzwerk, notwendig. Angesichts der umfangreichen, fast ausschließlich ehrenamtlichen Arbeit nicht eben viel, aber unbedingt notwendig.

JUB, Tel: 15878


Diese Veröffentlichung unterliegt dem Impressum des Oldenburger Stachel. Differenzen zur gedruckten Fassung sind nicht auszuschließen.
Nachdruck nur mit Quellenangabe, Belegexemplar erbeten.